Mo
30
Apr
2012
Udaipur, Bundi, Pushkar, Jodpur und Jaisalmer vom 5. 4. – 24. 4. 2012
In diesem Blockeintrag berichten wir nicht nur von dem Erlebten in Rajasthan sondern, in einem zweiten Teil, auch von dem ganz speziellen Erlebnis mit einem Indischen Zug zu reisen.
Nach so einer langen, verrueckten Zugfahrt, die uns in fast 50 Std. quer durch Indien befoerdert hatte, sind wir in Udaipur-Rajasthan angekommen. Dieser Teil von Indien unterscheidet sich ganz offensichtlich von all dem Anderen. Er besteht fast auschliesslich aus Stein- und Sandwueste. Auf den ersten Blick wirkt alles ziemlich trocken und farblos, wenn man dann aber einen Baum erspaeht, wirkt er dafuer umso gruener und lebendiger als sonst. Die Maenner mit ihren bunten Turbanen und die Frauen in ihren farbigen Saris, Kleidern und Schleiern sind wunderschoene Farbtupfer in der kargen Landschaft. Die Frauen tragen hier den Schleider oft bis uebers Gesicht, um ihre Augen zu verbergen. Dies ist ein zeichen des Respekts. Auch zeigen die Maenner ihren Respekt gegenueber aelteren Frauen, sei es auch nur die aeltere Schwester, in dem sie die Augen niederschlagen, wenn die Frau eine Bitte geausert hat und der Mann dies ausfuehren soll.
Wir erkundeten in Rajasthan fuenf verschiedene Orte. Manche sind etwas groesser wie Udaipur und auch Jodpur. Doch Bundi, Pushkar und auch Jaiselmer sind eher kleine und angenehme Staedtchen. In den meisten dieser Orte hat es einen Palast bzw. eine ganze Festung, von wo aus die Maharadschas frueher regierten und auch wohnten.
Der Palast von Udaipur und der von Jodpur, sind noch sehr gut erhalten bzw. renoviert worden und Besucher koennen den Zauber dieser prachtvollen Raeume, Innenhoefe und verspielten Balkonen erleben. Man kann richtig eintauchen in die Zeit, wo die Maharadschas noch an der Macht waren, kriege fuehrten, viele Frauen hatten und es sich auf ihren Betten bequem machten und sich verwoehnen liessen. Heute sind gewisse Palaeste Museen oder Hotels, in manchen Teilen wohnt auch noch die Maharadscha Famile. Es gibt sie immer noch, die Maharadschas, doch sie haben keine politische Macht mehr.
In Rajasthan laesst es sich auch sehr gut „Poeschtele“ und das habe ich (Astrid) auch getan:-) Hier gibt es so wunderschoene Wandteppiche, Ledersachen, Silberschmuck und Girlanden und da diese Sachen von hier sind, sind sie eben hier auch am guenstigsten. Die Hitze, die nicht selten 40 Grad war, liess sich gut ertragen in den Shops, bei Chai und Verhandlungen ueber den Preis. Ausserdem hatten beide von uns diesem Monat Geburtstag und wir hatten unseren „Reisejahrestag“ zu feiern, da darf Frau sich ja wohl was goennen;-)
Wir hatten eine tolle Zeit, in dem so Andern Indien. Die Maenner mit ihren Schnurbaerten und den Turbanen und die Frauen die nochmal so anders sind als im Sueden, die traumhaften Festungen der Maharadschas und die Wuestenhafte Landschaft, wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
Dann machten wir uns wiederum mit dem Zug auf den Weg Richtung Norden, nach Rishikesch und hoffen, dass es dort etwas kuehler wird.
Zugabenteuer Indien
Eine Zugreise in Indien gehoert definitv zu den absoluten Hightlights in diesem wunderbaren Land. Es ist wie eine Welt fuer sich, in der es wirklich fast alles gibt was das Herz begehrt.
Wir reisen mitlerweile mit grosser Leidenschaft mit dem Zug, jede Fahrt ist aufs Neue ein grosses Erlebnis und Abenteuer. Wir gehen sogar so weit, dass wir auf unserer Reise, den Zug als unser Zuhausen bezeichnen wuerden : -)
Wenn der Zug faehrt, das klappern der Gleise rythmisch einsetzt, man an der offenen Tuer steht oder auf seiner Pritsche ein Buch liest, dann setzt ein sehr wohltuhendes Gefuehl ein- ja ich habs: Es fuehlt sich „Heimelig“ an.
Kommt ich nehme euch auf eine Fahrt mit: Wir sind in einen Wagen der 2. Klasse eingestiegen und unser Zug faehrt von Chennai, an der Ostkueste, nach Udaipur in Rajasthan. Wir haben natuerlich ein Schlafwagen mit offenen 6er Abteilen. Unser Platz ist ganz oben, da kann man auch Tagsueber schlafen oder lesen, das kann wirklich von Vorteil sein. Ich hab ganz vergessen euch zu sagen, wie lang die Reise dauern wird, es sind ganze zwei Tage und zwei Naechte, die uns quer durch Indien bringen. Keine Sorgen es ist fuer alles gesorgt und es wird uns hoffentlich richtig Spass machen. Eine Indische Familie ist mit uns im Abteil, das wird bestimmt heiter!
Es geht bereits los: „Whats your Name, and were you come from, whats your job?“ einen kleinen Moment bitte, wir muessen nur noch kurz unsere Sachen verstauen. Ja und jetzt wird ausgetauscht, gekichert und zusammen gelacht, bitte keine Scheu- und lasst euch Zeit die Fahrt dauert ja schliesslich ein ganzes Weilchen!
„Astrid ich muss mal aufs Klo“ ! Und euch nehme ich natuerlich mit ;- ). Wir versuchen uns einen Weg durch den schmalen Gang zu bahnen, es sind viel mehr Leute hier als Schlafplaetze. So viele Menschen das ist doch verrueckt : -) Nein das ist Indien, keine Sorgen die machen das schon irgendwie. Ach schaut nur, das Klo ist ja noch ziemlich sauber und ihr wisst ja es gibt hier ausschliesslich Plumsklos. Wir knieen uns nun nieder, aufgepasst, dass ihr nicht das Gleichgewicht verliert, das kann boese Flecken geben : - ).
Auf dem Rueckweg machen wir doch kurz halt an der offenen Zugtuer. Ja die sind hier immer offen- nein das ist absolut kein Problem. Es ist atemberaubend schoen. Wir schlaengeln uns durch die Vorstadt, an Abfallbergen vorbei, an kleinen Huetten, Ziegen suchen etwas essbares und Hunde streunen herum. Bald fahren wir an gruenen Reisfeldern vorbei, an Baumwollfeldern die gerade geerntet wurden, an kleinen Doerfern wo Frauen mit grossen Kruegen Wasser hohlen, kleine Jungs Krikett spielen und Maedchen im Schatten eines Baumes schaukeln. Die Landschaft veraendert sich stetig, mal sieht man Huegel, dann Fluesse und Seen, dann Faehrt man an einem Industriegebiet vorbei und spaeter an einer Baustelle, dann kommt wieder eine wunderschoene Ebene, wo Bauern mit ihren Ochsen das Feld bestellen.
Zurueck auf unserem Platz hoeren wir von weiten „Chai, Chai, Chai“ und schon ist der Chai Wallah da und verkauft uns heissen, suessen Tee. Wir muessen nicht lange warten und ein anderer kommt mit Samosas (Fritierte Teigtaschen mit Gemuese gefuellt), spater kommen Fruechte vorbei, Erdnuesse und Popcorn. Auch Wasser und Saft und sonst noch alles, was man sich nicht vorstellen kann, wird angeboten:-). Astrid beobachtet zwei Frauen, die sich gegenseitig Hennabemahlunge auf die Hand zaubern und schon kurze Zeit spaeter wird auch Astrids Hand mit Henna kunstvoll verziert. Im nu verfliegen die Stunden, Naechte und Tage und wir erreichen gemeinsam die zauberhafte Welt von Rajasthan. Wir verabschieden unsere neu gewonnenen Freunde und stuerzen uns in ein neues Abenteuer.
Danke das auch ihr uns auf dieser Zugfahrt begleitet habt, wir wuenschen euch alles Gute und bis ganz bald. Euer Simon und Eure Astrid
Di
03
Apr
2012
Amma Ashram, Kanyakumari, Madurai, Auroville und Mahabalipuram vom 4.3-2.4.2012
Eine Woche verbrachten wir im Amma Ashram, der „Hug Mother“ Sri Mata Amritanandamayi. Sie ist bekannt durch ihre Umarmungen die sie den Menschen gibt. Sie setzt sich mit ihrem Hilfswerk ueberall auf der Welt in katastrophen Gebieten ein, spendet Geld, Hilfe, Liebe und Hoffnung.
Wir hatten Glueck, denn als wir im Ashram waren, war Amma auch da und nicht auf einer ihrer Touren durch die Welt. Wir bekamen eine Darshan (Umarmung) gleich am ersten Tag und nahmen gerne an den anderen Veranstaltungen teil, die sich in dieser Woche abspielten. Darunter war Meditation am Strand, Gesang am Abend und am Morgen und SEVA, dem Selbstlosendienst. Jeder im Ashram war gebeten min. 2 h am Tag einen Dienst zu leisten. Bei einem Ashram, der 2000 Menschen beherberg, gibt es viel zu tun. Wir halfen jeden Abend den Tempel zu putzen, halfen am Morgen frueh Gemuese zu schnneiden, putzten den Esssahl und noch andere Dinge, die sich so ergaben. Wir konnten in dieser Woche Amma, von der wir vorher nicht viel wussten, besser kennen und schaetzen lernen und genossen die speziellen Momente in ihrer Naehe.
Nach einer Woche zog es uns weiter und wir begaben uns an den suedlichsten Punkt von Indien, nach Kanyakumari. Dieser Ort ist ein wichtiger Pilgerort fuer Hindus und fuer uns ist er sehr speziell, weil hier der Golf von Bengalen, der Indische Ozean und das Arabische Meer aufeinandertreffen. Bei gutem Wetter sieht man die Sonne am Morgen im Meer aufgehen und am Abend im Meer untergehen. Wir hatten leider nicht so tolles Wetter. Aber das Schauspiel, welches und das Meer bot, war dennoch sehr beeindruckend.
Nach nur einer Nacht am suedlichsten Punkt, fuhren wir nach Madurai. Uns werwartete wieder eine echte, Indische Stadt. Viel Abgas, viel Hupen, viele Menschen, tolles, guenstiges, Indisches Essen, schoene Tempel und Internet. Weil uns aber Staedte schnell zu viel werden, machten wir uns auch dort bald wieder aus dem Staub. Wir fuhren mit dem Nachtzug an die Ostkueste, nach Auroville. Ein indischer Guru Namens Sri Aurobindo hatte eine Vision von einer Stadt der Zukunft. Seine Schuelerin und spirituelle Begleiterin Mirra Alfassa begann nach dem Tod des Guru, diese Vision zu verwirklichen und so entstand Auroville, bzw. ist immer noch am entstehen. Die Frau, auch bekannt als „The Mother“ ist schon seit einiger Zeit verstorben, doch sie hat noch einiges zu Auroville beigetragen und ihre Liebe, ihre Worte und Grossherzigkeit inspirieren immer wieder neue Menschen, die sich dann hier niederlassen, um mitzuhelfen die Idee von „Humen Unity“ zu verwirklichen. Die Seele dieses Ortes ist der Matri Mandir, eine riesige Goldene Kugel, mit zwei grossen Raeumen. Der Hauptraum ist als Ort der Stille und Konzentration gedacht. In der Mitte dieses Raumes befindet sich eine sehr grosse Kristallkugel. 12 weisse Saeulen umgeben diese. Durch die Decke kommt ein Lichtstrahl hinein der durch die Kristallkugel geht, durch den unteren Raum und ganz unten aus der grossen Goldenen Kugel an den Boden, wo er von einer kleineren Kristallkugel aufgefangen wird.
In dieser „Stadt“ Auroville gibt es viele ver. Gemeinschaften, viele Hoefe, Gaerten und andere Projekte, die Menschen dort verwirklichen konnten. Die meisten Menschen kommen aud dem Westen und haben sich dort etwas aufgebaut. Wir arbeiteten zwei Wochen in einem Bio-Gemuesegarten und lebten dort im „Massenschlag“ im ehemaligen Huehnerstall:-). Bei uns im „Buddha Garten“ gab es nur Solarstrom und auch in anderen Orten in Auroville, versucht man so gut es geht mit Solar und Windenergie zu arbeiten und zu leben. Auch ist es allen wichtig Bio oder auch Bio-dynamisch zu Lanwirtschaften.
Im „Buddha Garten“ waren wir eine bunnte Gruppe von 15 jungen und jung gebliebenen Menschen. Ausser der Arbeit im Garten hatten wir viel Zeit um andere Projekte zu besuchen, an Vortraege zu gehen und uns mit andern Menschen zu treffen und zu philosophieren.
Ich freundete mich mit Sivakala an, einer Inderin die fuer uns jeden Morgen liebevoll das Fruehstueck zubereitete. Sie lud mich und Simon einmal zum Abendessen ein und wir durften in eine indisch-schweizerische Familie, denn sie ist mit Martin aus Bern verheiratet. Zusammen nehmen sie Indische Kinder in ihre Familie auf und sorgen fuer sie waehrend der Schul- und Studienzeit.
Wir verbrachten einen wunderschoenen und interessanten Abend bei Martin und Sivakala. Sie zeigte mir ihre wunderschoenen Saris. Auch den Hochzeitssari und wir machten fuer den naechsten Tag ab, um zusammen nach Pondicherry zu gehen, um Saris fuer mich zu kaufen. So verbrachte ich nicht nur einen schoenen Abend, sodern auch noch einen ganzen Tag mit Sivakala, an dem wir in der Stadt waren und sie mir anschliessend beibrachte wie man den Sari auch umbindet. Wir wuenschen Martin, Sivakal und all ihren Kindern nur das Beste fuer die Zukunft!
Zwei Wochen gingen um wie im Flug und wir haben es sehr genossen unsere Hanede und den Rest des Koerpers mal wieder so richtig zu gebrauchen.
Nun sind wir in Mahabalipuram, ein Steinmetzzentrum in der naehe von Chennai. Hier geniessen wir wieder einmal ein eigenes Zimmer mit Bad, ein richtiges Bett und viel Platz fuer unsere wenigen Dinge:-).
Bald fahren wir mit dem Zug quer durch ganz Indien, nach Rajasthan.
Bis dann alles Liebe eure Astrid und euer Simon
Fr
02
Mär
2012
Hampi, Mysore, Kodaikanal und Kochin vom 8. 2. – 2. 3. 2012
Nach fast fuenf Wochen am Strand in Gokarna, zog es uns dann doch weiter nach Hampi. Mit Fabio, Chistine, Stevo und Angi, alles Freunde aus der Ostschweiz, fuhren wir an den magischen Ort, wo sich zu Beginn des 14. Jahrhunderts ein grosses Reich auftat und grosse Teile Suedindiens von hier aus regiert wurden. Es war wirklich eine wunderschoene Gegend, mit einer sureal wirkenden Steinlandschaft, vielen alten Tempeln und Palastruinen, die seines gleichen suchen. Wir waren alle sehr beeindruckt und unternahmen so einiges zwischen den Felsen und Tempeln in dieser Gegend. Mich (Simon) warf es noch einen Tag ins Bett und ich hatte sogar seit langer, langer Zeit wieder einmal Fieber. Kurz hatten wir sogar den Verdacht, dass ich Malaria hatte. Den Arzt, den wir aufsuchten, gab jedoch Entwarnung und mit ein paar Naturpillen sank das Fieber dann auch wieder.
Nach ein paar wunderschoenen Tagen in Hampi, trennten wir uns von unseren Freunden und zogen nach Mysore weiter. Hier erwartete uns eine lebendige Indische Stadt, mit dem groessten Frucht und Gemuesemarkt von ganz Suedindien. Auch trafen wir hier nochmals auf Raphael, mit ihm war ich schon vor fuenf Jahren in Indien. Es war schoen nochmals eine Zeit lang auch mit ihm zusammen dieses verrueckte und wunderbare Indien zu erkunden. Wir genossen den echten Indischen Eindruck dieser farbigen, dreckigen, duftenden und lauten Stadt und liessen uns auch das Highlight, den hell erleuchteten Maharadscha – Palast am Abend, nicht entgehen.
Als naechstes zog es uns in die Suedindischen Berge. Kodaikanal war unser naechstes Ziel. Hier waren Raphael und ich auch schon zusammen und wir wollten einige Freunde, die wir gewonnen hatten, wieder besuchen. Es war dann eine grosse Freude als wir Cyrile, unseren franzoesischen Beckermeister, tatsaechlich wieder traffen. Er lebt nun schon 13 Jahre in Indien und hat hier seine Erfuellung gefunden. Seine Backkunst ist weit herum bekannt und wir konnten es fast nicht glauben, wieder von seinen wirklich fantastischen Gepaecken zu kosten. Wir hatten eine super Zeit in Kodaikanal und haben nicht zu letzt auch das viel kuehlere Klima, auf rund 2000m.u.M, sehr genossen.
Nach einer Woche in den Bergen, ging es wieder in die heissen Ebenen von Indien. Da es aus politischen Gruenden Proteste gab, wurde unser Anschlussbus einfach mitten in der Nacht gestrichen und wir waren gezwungen einen Tag im Nirgendwo zu warten. Palani wie der Ort hiess, entpuppte sich als ein Pilgerort zu dem viele Menschen stroemten. So machten wir einfach einen Tag mit und genossen es sichtlich in diesem bunten Treiben. Am naechsten Abend fuhr dann unser Bus weiter nach Kochin. Hier haben wir uns sehr herzlich von Raphi verabschiedet, den es wieder an den Strand nach Gokarna zurueck zog.
Kochin ist uns etwas schraeg eingefahren, denn nach dem absolut nicht touristischen Palani, war Kochin nur touristisch. Hier gibt es ein paar spezielle Fischernetze zu sehen und viele Touristen kommen wohl wegen Ayurveda, Meditation und Yoga hierher. Uns passt diese schicke, teure, nicht wirklich Indische Athmosphaere gar nicht, wir wollen Indien!
Wir gehen nun weiter Suedwaerts und lassen uns einfach von Kerala (Bundesstaat) ueberraschen!
Seit ganz lieb Gegruesst Simon und Astrid
Di
07
Feb
2012
Varanasi, Agra, Bombay und Gokarna vom 30.12.11- 7.2.2012
Am 30.12.2011 hat sich unser Traum erfuellt. Wir haben Indien auf dem Landweg erreicht. Mit einem 6 Monate Visum fuer Indien in der Tasche, haben wir die Grenze von Nepal her ueberquert. Uns wehte der Duft und die Geraeusche von Indien entgegen. Das Grenzhaeuschen war nicht ganz einfach zu finden, in dem Getuemmel von Menschen, Kuehen, Autos, Bussen, Lastwagen und noch vielem mehr.
Als wir unseren Stempel hatten, machten wir uns gleich weiter nach Gorakhpur, wo wir den Nachtzug nach Varanasi erwischen wollten. Am Bahnhof in Gorakhpur stellte sich das Kaufen eines Tickets, noch fuer den selben Tag, als eher schwierig dar. Nach laengerem suchen, fanden wir ein kleines Reisebuero, welches uns zwei Tickets verkaufen konnte. Natuerlich zahlten wir einiges mehr (etwa 6.- statt 2.- fuer eine 12 stuendige Zugfahrt) doch wir wollten nicht die Nacht in dieser Stadt verbringen. So stiegen wir das erste Mal in einen indischen Zug. Unsere erste Nacht verlief gut, doch sehr erholsam war sie nicht.
Ich war in meiner ersten indischen Stadt angekommen und ich fand es toll! Simon hat mir schon viel von Varanasi erzaehlt und ich wusste, dass es eine sehr eindrueckliche und lebendige Stadt ist. Ich hatte etwas bedenken, dass es evtl. ein etwas zu krasser Einstieg wird fuer mich. Doch dem war nicht so. Unser Guesthouse war am letzten Ghat, also nicht ganz im Zentrum und so war es sehr friedlich. (Das von Villen, Palaesten und Tempeln aus dem 18. und 19. Jh. gesaeumte Flussufer Varanasis, ist mit einer Reihe steinerner Treppen versehen- den sogenannten Ghats.)
Wir starteten unsere erste Erkundungstour in dieser heiligen Stadt; entlang dem heiligen Fluss Ganges. Mir kam alles wie im Film vor, ich konnte nicht glauben, dass ich nun tatsaechlich in Indien bin. Die farbigen Saris der Frauen, ihre Eleganz, ihr Schmuck, ihre wunderschoenen Gesichter, alles faszinierte mich. Doch es waren nicht all zu viele Frauen unterwegs, die Maenner waren deutlich in der Ueberzahl. Sie warben um Passagiere fuer ihre Boote, um eine Fahrt auf dem Ganges zu machen, sie wuschen sich und ihre Kleider im Fluss, sie kochten Chai, verkauften Samosas oder sassen zusammen und spielten Karten. Uns gefiel die Stimmung an den Ghats sehr. Junge Maenner spielten eine Art Krikett, kleine und auch grosse Jungs liessen Drachen steigen, Kuehe liefen und schliefen ueberall. Auf den Stufen am Fluss lagen Tuecher und Kleider zum Trocknen. Dann gibt es auch die Verbrennungs-Ghats, wo die toten Koerper der Menschn verbrannt werden. Die Hindus glauben, dass wenn man hier stirbt, das Rad der Wiedergeburt stoppt. Daher kommen viele alte Menschen hierher zum Sterben.
Sobald wir von den Ghats ins Stadtinnere gelangten, wurde es sehr eng. Die Gassen waren so schmal (1- 1,5m breit), doch Platz hatte alles. Riesige Stiere, Kuehe, Motorraeder, Menschen, Gemuese zum Verkaufen und andere Verkauflaeden. Dann musste man immer auch aufpassen, dass man nicht voll in einen Kuhfladen stand, einem eine Kuh rammt oder ein Motorrad. Wir genossen die Abwechslung von den eher friedlichen Ghats am Fluss und den sehr geschaeftigen, engen Gassen der Stadt.
An einem Tag besuchten wir den Wallfahrtsort Sarnath. Hier predigte Buddha 530 v. Chr., nur fuenf Wochen nach seiner Erleuchtung, zum ersten Mal. Es war ein Ort mit vielen Pilgern, auch Tibetische Menschen waren hier anzutreffen, und um das Gelaende herum haben Buddhistische Gemeinschaften aus verschiedenen Laendern, ihre Tempel gebaut.
An unserem zweitletzten Tag sahen wir uns noch eine Lichterzeremonie vom Boot aus an, und genossen anschliessend ein Sitar und Tabla Konzert, die Indische Art von Gitarre und Trommel.
Nach unserer ersten sehr eindruecklichen Woche in Indien, verliessen wir Varanasi und fuhren nach Agra weiter. Dort machten wir nur einen kurzen Stopp, da ich das Taj Mahal sehen wollte. Simon hat auf seiner letzten Indien-Reise das Taj Mahal ausgelassen, doch dieses Mal noetigte ich ihn dazu mit mir hinzugehen. Es war in den drei Tagen immer sehr neblig und die Sonne schien nie. Doch die Groesse und Schoenheit des Taj Mahal war auch ohne Sonne sehr eindruecklich.
Nun ging es in die riesen grosse Stadt Bombay. Nach einer lustigen Fahrt im Nachtzug, wo wir nette Inder und Inderinnen kennen lernten, kamen wir am Mittag bei hohen Tempreaturen in Bombay an. Zum ersten Mal war es wieder richtig heiss. Hier wollten wir nicht sehr lange bleiben, doch ein paar Dinge mussten wir schon erledigen. Wir wollten unser Gepaeck erleichtern und schickten pro Kopf 5kg. nach Hause. Wow, was fuer ein tolles Gefuehl mit 5kg weniger auf dem Bukkel.
Bombay ist eine mega Metropole. Hier leben auf engstem Raum ca. zweimal so viele Menschen wie in der gesamten Schweiz. Es ist auch die groesste Filmindustrie der Welt. Hier werden jaehrlich hunderte von Bollywood-Streifen gedreht. Diese Stadt – eine Welt mit vielen Einfluessen, vorallem die britischen Spuren sind nicht zu uebersehen. Viele pompoese Kolonialgebaeude, die gewisse Stadtteile sehr stark praegen. Es ist sicherlich oft sehr stressig in einer Grossstadt, trotzdem konnten wir Mumbai auch etwas Gutes abringen. So fuhren wir ziemlich entspannt dem Ort entgengen, wo wir unsere Freunde aus dem Appenzell und St.Gallen treffen wollten.
In Gokarna am Kudle Beach traffen wir auf Melina, Ste, Jamila, Angi, Stivo, Ivana und Max. Es war sehr schoen nach so langer Zeit so viele vertraute Gesichter zu sehen. Wir hatten uns natuerlich viel zu erzaehlen. Die ersten Tage wohnten wir in Olivers Yoga-Farm. Dies war eine total neue Erfahrung fuer uns, denn jeden Morgen starteten wir unsereren Tag mit einer Yoga-Stunde, bevor es an den Strand zum Baden ging. An dieses Leben gewoehnten wir uns sehr schnell. Nach so vielem herumreisen waehrend den letzten Monaten, war es ein wahrer Segen, einfach die Seele baumeln zu lassen und zu entspannen.
Trotz den traumhaft schoenen Straenden, ist Gokarna nicht nur ein Ort um Strandferien zu machen, sondern fuer viele Menschen ein Pilgerort den jedes Jahr millionen von Inder besuchen. Dies verleiht dem Ort eine sehr mystische und heilige Atmosphaehre.
Nun, nach ueber 3 Wochen Strand und Meer, vertrauter Gesellschaft unserer Freunde, 2 Geburtstagsfeiern, und unzaehligen wunderschoenen Momenten, sind wir voller Kraft und neuer Energie, und bereit weiter zu ziehen.
Wir melden uns wieder vom sueden Indiens, bis dahin euch allen eine gut Zeit.
Ganz liebe Gruesse Simon und Astrid
Do
29
Dez
2011
Kathmandu, Pokhara, Annapurna Base Camp, Lumbini, Chitwan Nationalpark
vom 18.11-31.12.2011
Am 18. November erreichten wir die Grenze Nepals. Als wir die Grenzbruecke die Tibet und Nepal verbindet ueberschritten, tauchten wir in eine andere Welt ein.
Das Kuehle, welches die Chinesen leider nach Tibet gebracht haben, wich auf einen Schlag und wir befanden uns in einer bunten, chaotischen und sehr stark von dem Hinduismus gepraegten Welt. Wir standen den Traenen nahe, diese herzlichen tibetischen Menschen und ihr wunderschoenes Land zurueck lassen zu muessen. Doch auf der anderen Seite spuerten wir, die wieder gewonnene Freiheit und wir fuehlten uns auch erleichtert.
Noch sehr aufgewuehlt von den vielen Erlebnissen in Tibet, machten wir uns von dem kleinen Grenzort, ganz im Norden von Nepal, auf nach Kathmandu der Hauptstadt von Nepal. Der Weg fuehrte uns entlang eines wunderschoenen Flusses, der sich in elegant geschwungenen Linien seinen Weg bahnte.
Nach ein paar Stunden Busfahrt kamen wir in dem sehr lebendigen Kathmandu an und fanden auch bald, in einem ruhigen Ecken, ein gemuetliches Guesthouse. Hier wollten wir nun erstmal ankommen und neben dem Erkunden der Stadt, uns auch um unser Indien Visa kuemmern.
Am naechsten Tag stand zuerst einmal eine Ueberraschung vor der Tuer! Sandra und Fabian, zwei Freunde aus Hannover, die wir im Norden von Thailand kennen gelernt haben, traffen ebenfals in Kathmandu ein. Wir hatten uns natuerlich einiges zu erzaehlen und der Tag verging wie im Fluge. Zusammen streiften wir dann die naechsten Tage durch die Stadt und entdeckten so manch schoenen Ecken. Die „Bodhnath Stupa“ ist definitiv einer davon. Es ist eine der wichtigsten Pilgerstaette fuer Buddhisten und Tibeter in Nepal. Den ganzen Tag ueber liefen hier die Menschen, immer im Uhrzeigersinn, um dieses sehr friedlich wirkende Monument. Auch der „Monkey Tempel“ ist ein sehr schoener, wie auch etwas verrueckter Ort. Es ist ein Huegel am Rande der Stadt, auf dem sich Buddhistische wie auch Hinduistische Heiligtuemer befinden. Obendrein tummeln sich eine riesen Horde von frei lebenden Affen auf dem Berge, die so manchem Touristen das leben schwer machen, in dem sie ihnen alles moegliche entwenden :-).
Unsere Visa -Bemuehungen wurden tatsaechlich belohnt und es sah so aus, als ob 6 Monate fuer das Indien Visa doch noch moeglich sind. Allerdings wurden unser Paesse fuer ganze dreich Wochen beschlagnamt und wir reisten vorerst ohne unseren Pass weiter. So konnten wir nur hoffen, dass diese Geschichte ein Gutes Ende nehmen wuerde und wir den Pass, mit einem so lang erhofften Visum fuer unsere Traumdestination Indien, wieder bekommen :-).
Dann wurde es Zeit nach Pokhara aufzubrechen. Im Vergleich zu Kathmadu war Pokhara sehr ruhig und schon fast laendlich. Die Guesthaeuser sind ganz in der Naehe eines wunderschoenen Sees gelegen, auf dem man wuderbar den ganzen Tag Ruderboot fahren kann. Pokhara ist umgeben von Huegeln und liegt nur gerade auf 600m.ue.M, doch im Hintergrund ragen einige der hoechste Berge der Welt in die hoehe. Bei klarem Wetter verschlaegt einem dieser Anblick sprichwoertlich die Sprache. Wir hatten wirklich eine sehr gute Zeit, an diesem sehr gemuetlichen Ort.
Es ergab sich, dass wir an einem Wochenendkurs ueber Buddhistische Philosophie, Meditation und Yoga, teilnehmen konnten, was wir schon lange machen wollten. Mit tollen Menschen aus der ganzen Welt, lernten wir nun die wichtigsten Grundlagen des Buddhismus kennen und auch etwas Meditation und Yoga. Diese Tage taten uns sehr gut und waren sehr lernreich und spannend. Wir blieben auch noch einige Tage in diesem kleinen Zentrum, wo wir den Meditationsraum benutzen durften und die Tage etwas zurueckgezogener verbrachten. Obwohl, wenn ich so ueberlege, waren nicht alle Tage so Ruhig. Von unserem Platz aus sahen wir naemlich immer diese komischen, grossen Voegel in der Luft. Es sah wiklich sehr elegant aus, wie sie weit oben ihre Runden drehten. Paragliding ist in Pokhara sehr populaer und es werden von vielen Flugschulen Tandemfluege angeboten.
Eines Morgens juckte es uns so sehr, dass wir unser Budget ueberpfrueften um herauszufinden ob da tatsaechlich eine theoretische Chance bestehen wuerde, so etwas Verruecktes zu versuchen. Normalerweise koennen wir uns solche kostspieligen Spaesse wirklich nicht leisten, doch in diesem Falle wollten wir uns ein Abenteuer goennen. Entschlossen verkuendete Astrid am naechsten Morgen: „Wir tun Es“! Simon brauchte eine Weile, bis er realisierte was sie nun genau damit meinte, war dann aber, als die Definition geklaert wurde, immer noch etwas zoegernd bereit, mitzumachen :-).
Als wir oben auf dem Berg standen, ging alles ploetzlich sehr schnell. Zum ersten Mal wuenschte ich mir, dass ich mich frueher fuer eine religioese Richtung entschieden haette. Nun stand ich vor einem ernsthaften Problem, denn ich wusste im besten Willen nicht, an wen ich mein Stossgebet nun richten sollte :-). Mein Flugpilot hatte natuerlich herzlicht wenig fuer meine Gedanken uebrig und gab mir lediglich die Anweisungen auf Komando loszurennen. Astrid und Ich wuenschten uns noch schnell alles Gute und dann ging es los. Der Schirm hob sich, ich rannte los und dann schwebten wir auch schon. Ich war einfach nur Paff, es wurde ganz ruhig um uns.
Die weiteren Gefuehle sind wirklich schwer in Worte zu fassen, es ist einfach nur ueberwaeltigend ! Nicht bedrohlich, nicht wild, nicht angsteinfloessend, nein- es ist leicht, windig, gluecklich, besonnen, technisch und doch unbeschreiblich! Wir schwebten mit den Voegel, die ebenfalls die Termik nutzten, um die Wette, drehten ueber dem See ab und mit einer Karuseltechnik ging es in halsbrecherischer Manier schnell nach unten, wo wir seelenruhig am Seeufer landeten.
Astrid und Ich waren wirklich unglaublich ergriffen von diesem Ereignis und haben uns irgendwie, ohne weiter darueber nachzudenken, sofort ueber einen zehntaegigen Kurs bei einer Flugschule informiert. Wir waren wirklich drauf und dran so einen Kurs zu besuchen, um selbst fliegen zu lernen. Doch es haette dann, vernuenftig betrachtet, ein riesen Loch in unsere Reisekasse gerissen und unser Visa haetten wir auch ein zweites Mal verlaengern muessen.
So liessen wir vorerst von diesem Vorhaben ab und gingen auf eine zehn- taegige Wanderschaft, die uns zum Annapurna Base Camp bringen sollte. Diese Wanderung fuehrte uns durch steile Taeler, ueber sanfte Huegel, an atemberaubenden Bergkulissen vorbei und durch einen richtigen Zauberwald. Als wir ganz oben auf 4200m ankamen, waren wir mit unseren Kraeften ziemlich am Ende. Der Annapurna 1 bot uns mit seinen 8091m jedoch einen grossartigen Anblick. Auf dem Rueckweg kamen wir bei heissen Quellen vorbei, in denen wir ein ausgibiges Bad genossen. Nach so vielen anstrengenden Tagen von Kaelte, anstrengenden Aufstiegen und auch etwas Probleme mit der extremen Hoehenlage, war so ein Bad Balsam fuer den ganzen Koerper.
Geschafft und gluecklich traffen wir uns in Pokhara wieder mit unseren Freunden aus Hannover. Zusammen wollten wir Weihnachten in einem Nationalpark verbringen. Ueber Lumbini, dem Geburtsort von Buddha, ging es also in den Chitwan Nationalpark. Wir fanden ein sehr schoenes Bungalow und sogar eine Kueche wo wir unser Weihnachtsmal selbst zubereiten konnten. Nach so einer langen Zeit des bekocht werdens, war es ein Genuss einmal wieder selber zu kochen. Es war nicht gerade Weihnachtstimmung, doch trotzdem ein sehr schoener Abend mit viel Gelaechter und super Essen. Nach all den vielen Dal Bhats (Nepals Nationalgericht), kochten wir kurzerhand italienisch, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben :-).
Wir verbrachten hier sehr entspannte Zeit und wagten uns sogar einmal zu Fuss in den Dschungel. Frueh Morgens ueberquerten wir, mit Guide und einem Picknick im Rucksack, den Fluss, der den Park von dem Rest trennte. Gleich zu Beginn stiessen wir am Fluss auf Spuren eines Tiegers und wenig spaeter kamen die Fussstapfen eines Rinos (Panzernashorn) dazu. Der Tag begann verheissungsvoll! Und tatsaechlich erspaehten wir wenig spaeter zwei Krokodile die sich in der Morgensonne aufwaermten. In hoher Graslandschaft, ging es den Fluss weit aufwaerts. Ploetzlich raschelte es im Gras, als ich den Kopf drehte stand etwa zwanzig Meter von uns entfernt, ein riesen Nashorn. Wir blieben alle wie angewurzelt stehen. Als der erste Schock vorbei war, brachten wir uns schnellstmoeglichst in sichere Distanz zu dem Koloss. Es blieb ganz ruhig stehen und wir konnten ein paar schoene Fotos davon machen. Dann trottete es in uns entgegengesetzter Richtung davon. Wir waren uebergluecklich so ein grosses, sehr eindrueckliches Tier erspaeht zu haben.
Weiter kamen wir an einem See, indem der Kingfischer (Eisvogel) fleissig fischte. Hier tummelten sich unzaehlige Vogelarten, sie zu beobachten war ebenfalls ein wahrer Genuss. Am Nachmittag wurde es bruetend heiss und wir waren alle froh, gesund und munter wieder auf die andere Seite des Flusses zu gelangen, um den Sonnenuntergang uerber dem Dschungel geniessen zu koennen.
Ja und nun ist es entlich so weit! Noch in Pokara bekamen wir unsere Paesse zurueck und wir stellten, dass wir tatsaechlich ein 6 Monate Visum erhalten haben.
In wenigen Tagen erreichen wir, nach ueber acht Monaten reisen, unsere Traumdestination „Indien“ ! Seit ganz lieb gegruesst Simon und Astrid
Sa
26
Nov
2011
Tibet vom 12.11.-18.11.2011
Nach einer 44 Stunden Zugfahrt, ueber Paesse von ueber 5000m, an Seen entlang und durch wunderschoene wilde Natur, kamen wir in Lhasa an. Unser tibetische Guide Dodsche, empfing uns mit einem traditionellen weissen Schaal. Er gab uns eine kleine Einfuehrung und so erfuhren wir, dass wir die ersten zwei Tage nicht Duschen durften wegen der Hoehe und das wir aufpassen muessen, dass wir keine Polizei und Militaer fotografieren. Wir sagten ihm, dass wir in den sieben Tagen nur in Tibetisch gefuehrten Hotels uebernachten und in Tibetischen Restaurants Essen wollen um Tibetische Menschen zu unterstuetzen und nicht China. Er fuehrte uns dann zum Abendessen in ein kleines Restaurant, dass eigentlich eine Wohnung war die in ein Restaurant umfunktioniert wurde. Dort assen wir mit den Tibetern zusammen Nudeln und Momos. Mhhmm so lecker!!!
Spaeter gingen wir zum Kloster in der Stadt und umrundeten mit vielen anderen Tibetern das Kloster. Wir machten „Kora“ ,Umrundungen um eine heilige Staedte und zwar im Uhrzeigersinn, ganz wichtig. Viele Tibeter pilgern immer noch nach Lhasa und machen dann vor dem Koster ihre Niederwerfungen. Es war wunderbar diese wunderschoenen Menschen zu betrachten,die in ihren wunderbaren Kleidern, mit den Gebetsmuehlen in der Hand, das Kloster umrundeten.
Am naechsten Tag besuchten wir den Potala Palace. Auch dort traffen wir viele Tibeter, die Kora um den Palast machten. Wir gingen durch die verschiedenen Raeume des Palast, bestaunten die Statuen, Figuren, Stupas und lauschten den Erzaehlungen von Dodsche, der uns viel ueber den tibetischen Buddhismus erzaehlte. Manchmal wurde er etwas leiser beim sprechen, dann wussten wir, dass er jetzt etwas sagte, was er eigentlich nicht sagen duerfte. Er war oft bedrueckend erleben zu muessen wie unfrei die Tibeter sind, im ueber etwas Sprechen. Und trotz allem was sie durchmachen mussten und immer noch durchmachen, sind sie so herzlich, strahlen einen Frieden aus und schenken einem ein warmes Laecheln, es ist zu bewundern.
Am naechsten Tag besuchten wir den Sommerpalast des Dalai Lama. Wir wanderten durch den Parkt und sahen die schoenen Raume der verschiedenen Gebaeude. Was sehr traurig ist, ist dass der Potala Palast wie auch der Sommerpalast nicht mehr genutzt werden sondern nur noch eine art Museum sind. Auch verschiedene Tempel und Kloester sind mehr Museum als eigentlicher Ort fuer die Moenche.
Am Nachmittag besuchten wir aber ein Kloster, dass noch relativ belebt ist und wir erlebten in einem Hof, wie die Moenche miteinader depatieren. Das war vielleicht spannend. Immer ein oder zwei Moenche sassen am Boden waehrend ein Moench steht und mit Fragen oder Argumenten auf den anderen „einschlaegt“. Das ist so zu verstehen, dass der stehende Moench bei jeder Frage oder Argument fest in die Handklatscht und z.t. auch noch mit dem Fuss heftig stampft. Sie sind so richtig in Fahrt, es war faszinierend dies zu beobachten.
Nun ging es fuer uns weiter nach Shingatse. Das schoene an der Stadt war, dass es keine Polizei und Militaer hatte. In Lhasa war das unvorstellbar, an jeder Ecke standen Soldaten oder Polizisten und dann nicht nur einer, nein gleich fuenf und sie patroullierten in der ganzen Stadt in 6er Gruppen, einfach nur Krass.
Auf dem Weg nach Shingatse fuhren wir an kleinen Doerfern vorbei, mit ihren schoenen weissen Haeusern, wir fuhren an einem wunderschoenen, heiligen See entlang, passierten hohe Paesse die mit tausenden von Gebetsfahnen geschmueckt waren.
In Shingatse mussten wir unser Permit fuer die Mount Everest Region machen. Unser Guide musste in Lhasa auch ein Permit holen, damit er in gewisse Regionen durfte. Nicht mal in Tibet duerfen sich die Tibeter frei bewegen.
Dann ging es fuer uns Richtung Everest, wir passierten wieder hohe Paesse (5000m) sahen Gletscher, gigantische Berge, wunderschoene Ebenen, Yakherden, wilde Tiere, es war sehr eindruecklich. Auf unserer Fahrt hielten wir einmal an und Dotsche zeigte uns in der Ferne den Mount Everest. Er sagte wir haetten ein gutes letztes Leben gehabt, denn nun hatten wir glasklare Sicht und sahen den Berg, zuvor war es den ganzen Tag sehr bewoelkt. Wir dankten also unserem frueheren Leben und genossen den ersten Blick auf den hoechsten Berg der Welt.
Am naechsten Tag war es dann soweit, nach 5 Stunden Holperpiste, erreichten wir das Mt.Everest Basecamp. Wir stiegen einen kleinen Huegel hoch, es war sehr anstrengend auf 5000metern Hoehe einen kleinen Huegel zu besteigen, und standen vor ihm, dem heiligen Berg M. Qomolang (tibetisch), dem gigantischen Mount Everest. Auch Heute hatten wir klare Sicht und wir sahen ihn in seiner ganzen Pracht, wir fuehlten uns so nahe an dem Berg, dass wir dachten wir koennten in anfassen. Wir waren ueberwaeltigt!!! Da standen wir nun einfach vor dem hoechsten Berg der Welt und von seiner Nordseite sah er einfach auch so toll aus.
Am Nachmittag bekamen wir dann etwas die Hoehe zu spueren, Kopfschmerzen und Appetitlosigkeit. Doch als wir gegen Abend an Hoehe verloren, verschwand auch die Hoehenkrankheit.
Am siebten Tag war es dann soweit und wir mussten uns von Tibet, unserem herzlichen Guide und auch von unserem tollen Fahrer verabschieden. Mit etwas mehr groll auf die Chinesen und mit viel Bewunderung, Respekt, Hochachtung und Liebe fuer das Tibetische Volk, verliessen wir dieses schoene Land.
Do
10
Nov
2011
Kunnming, Dali, Lijiang, Tigersprung – Schlucht, Shangri la, Litang, Chengdu vom
23. 10. – 11. 11. 2011
Da sind wir wieder! Hallo ihr Lieben. Wow das war eine Tour durch den Suedwesten von China, nur so viel vorne weg. Nach einer langen langen Busfahrt von Laos nach Kunnming China, fielen wir wieder in ein chinesisches Bett, in einem super schoenen Guesthouse. Als wir wieder aufwachten merkten wir, dass hier wieder alles zwei bis drei Mal so gross war, wie bis anhin. Der Unterschied ist einfach unglaublich gross. Alle Strassen, Haeuser und Staedte sind wirklich um das x-fache groesser und im ersten Moment erschlug es uns fast.
Nach ein zwei Tagen Angewoehnungszeit, wagten wir uns weiter nach Dali. Ein sehr schoener, zwischen einem See und einer grossen Bergkette gelegener Ort. Das alte Dali ist sehr gut erhalten und bietet nun unglaublich vielen Souvenierlaeden und Restaurants unterschlupf. Fuer die Chinesen ein sehr beliebtes Ziel. Wenn am Abend alles schoen beleuchtet ist, sehen die Gassen, die mit kleinen Wasserlaeufen und Trauerweiden ausgestattet sind, wie in einer Zauberwelt aus. Wenn sie etwas koennen die Chinesen, dann ihre Kulissen die Parks und eben z.B dieses Dali in voller Pracht erstrahlen lassen. Aber wehe man schaut hinter die Kulissen, es laesst einen erschaudern.
Am naechsten Tag bestiegen wir einen der vielen Berge aber bis ganz hinauf hat es nicht ganz gereicht. Wir verweilten an einem wunderschoenen Ort, mit Ofen, Tee und etwas gutem zu essen. Ein aelterer Herr mit einem wunderbaren Lachen bewirtete uns auf eine unblaublich fuehrsorgliche Art und Weise. Wir mochten ihn auf anhieb und jeder quatsche auf seiner Sprache darauf los und irgendwie verstanden wir uns sehr gut. Dort oben spuerten wir das erste mal die Kaelte und in den Waeldern erlebten Herbst Stimmung.
Am naechsten Tag machten wir uns, mit Etienne aus Frankreich, auf den den Weg, mit dem Fahrad den etwas ueber 100 Kilometer runden See zu umradeln. Wir hatten tolles Wetter, tolle Fahraeder und kamen nach einem Tag in einen schoenen Dorf an wo wir uebernachteten. Am naechsten Tag mussten wir leider einen grossen Teil des Weges auf einer stark befahrenen Strasse fahren, doch auch diese Stunden gingen vorueber und wir kamen muede in Dali an.
Weiter ging es fuer uns dann nach Lijiang, wieder eine alte, wunderschoen hergerichteten Stadt. Wir nutzten die Zeit aber auch um in der modernen, grossen Stadt rundherum Handschuhe, Kappen und andere Warme kleider einzukaufen, wir wappneten uns fuer die Berge und den Winter. Nun ging es weiter in die Tigersprung-Schlucht auf eine zwei Taegige Wanderung. Der Weg fuehrte uns etwa tausend Meter ueber dem Fluss durch die Schlucht, es war ein atemberaubender Blick in die Tiefe. Das Wasser stuertzte sich rauschend durch die enge Schlucht. Und ueber uns –ja ueber uns erhoben sich ueber fuenftausend Meter hohe Schneeberge. Also lagen zwischen dem Fluss und dem hoechsten Bergspitz rund 4000 Meter. Diese Hoehe war definitiv nicht mit einem Blick zu greifen, ja sogar zwei reichten hier nicht aus. Auf halbem Weg verbrachten wir die Nacht mit wunderschoenem Blick auf die Berge. Auch der Herbst machte sich hier bemerkbar. Die Waelder waren wunderschoen eingefaerbt, sogar Kastnienbaeume haben wir angetroffen. Fast wie im Tessin, nur die Schlucht war nach chinesischem Groessenmass angelegt : ).
Mit dem Bus ging es dann nochmals ueber weitere Berge nach Shangri la. Hier waren die Menschen schon sehr tibetisch. Der alte Teil wieder wuderschoen und rundherum wie ueblich eine riesen grosse Stadt- natuerlich nach chinesischen Vorstellungen. Wegen unserer Tibet-tour waren wir nun etwas zur Eile gezwungen, totzdem genossen wir den naechsten Ort aus vollen Zuegen. Hier in Litang auf ueber 4000 Meter waren wir in einem rein tibetischen Ort gelandet. Wunderschoene prachtvolle Haeuser, die jedes fuer sich, fast wie einer Burg eines Fuersten glich. Es war bitter kalt, als wir frueh Morgens ankamen. Mit der Sonne kam aber auch die Waerme. Hier befand sich ein sehr grosses buddhistisches Kloster. Zusammen mit den tibetischen Menschen, umrundeten wir immer im Uhrzeigersinn diese heilige Staette. Es waren wunderbare Menschen und ihr Lachen verzauberte uns. Dann ging es ueber Kangding zu unserem Ausgangspunkt fuer unsere Tour nach Tibet. In Chengdu angekommen, waren wir sehr gespannt ob sich noch andere Menschen fuer die Tour eingefunden hatten und tatsaechlich waren da vier weitere Japaner mit denen wir also nun losziehen werden. Als alles organisiert war, schauten wir uns noch etwas Chengdu an. Fuer seine groesse (4,1 Mio Einwohner) ist es eine sehr entspannte Stadt, mit vielen Baeumen und einem grossen Peoples Park. Auch befindet sich hier ein sehr grosses Zetrum fuer Panda Baeren und da China und Pandas einfach zusammen gehoeren mussten wir natuerlich diese wunderschoenen Tiere besuchen gehen. Auf rund 100 Herktaren war ein traumhaft schoener Park angelgt worden. Es war eine grosse Freude sie zu beobachten, wie sie den Bambus, von dem sie sich ausschliesslich ernaehren, geschickt in den Mund stopften. Diese Tiere lassen einem das Herz aufgehen und man moechte wirklich am liebsten hineinspringen und sie knuddeln.
Jetzt brechen wir zu einem weiteren Abenteuer auf und wir sind sehr gespannt was uns auf dem Dach der Welt erwarten wird.
Ganz liebe Gruesse Simon und Astrid
Di
25
Okt
2011
Houay Xai, Luang Namtha, Luang Prabang vom 12.10 -23.10.2011
Als wir in Houay Xai, fuer uns ein Dorf, fuer sie die Provinzhauptstadt, ankommen ist das Bootsrennen-Fest „Boun Soung Heua“ auf dem Mekong voll im gange. 40 Maenner und Frauen padelten in Langbooten, jeweils zwei, um die Wette. Die ganze Strasse durchs Dorf ist mit Essensstaenden, Staenden wo man mit Dartpfeilen Balone treffen muss, viele Musikanlagen und allerei anderen Verkaufsstaenden voll. Es ist ein riesen Fest im gange und die Laoten feiern ausgiebig und trinken viel Bier, wir treffen um vier Uhr Nachmittags betrunkene Maenner und Frauen, alle sind sehr ausgelassen. Um 21 Uhr wird es still.
Am naechsten Tag ist es ruhiger, alle sind am basteln und zwar fuer das Lichterfest am Abend „Boun Ok Phansa“ welches fuer das Ende der Regenzeit steht. Es werden aus Bananenblaettern kleine Boote gebastelt, dekoriert mit Blumen, Kerzen und Raeucherstaebchen. Auch kleine Segelboote werden gemacht, die mit vielen Kerzen dekoriert sind. Am Abend als es dunkel wird werden diese kleinen, runden Kerzenboote verkauft und die Menschen lassen sie aufs Wasser des Mekongs, um den Wassergeistern zu danken. Auch kann man aus Papier kleine „Heissluftbalone“ kaufen und sie in den Himmel steigen lassen. Der Himmel ueber dem Dorf ist voll mit dieses orange leuchtenden Balons und auf dem Mekong treiben die Kerzenboote.
Aus den verschiedenen Doerfern der Provinz bringen die Menschen grosse gebastelte Boote, die wunderschoen dekoriert sind mit Kerzen, Lampion, Girlanden, Blumen etc. Sie werden auf der Strasse aufgestellt und jeder kann sie bestaunen, spaeter werden auch sie auf den Mekong gelasssen. Diese beiden Feste werden in ganz Laos gefeiert und wir sind tiefberuehrt so ein tolles Fest, an so einem kleinen Ort miterleben zu duerfen.
Am naechsten Tag ging es fuer uns um 7 uhr weiter nach Luang Namtha, im Bus lernten wir Verena aus Wien kennen. Als wir gemeinsam unsere erste Erkundungstour durch das Staedchen machten und eine Kaffepause einlegen, lernen wir Daphne und Colin aus Holland kennen, die gerade einen drei taegigen Trekk gebucht haben. Sie fragten uns ob wir nicht auch mitkommen wollen, denn so waere es lustiger aber auch guenstiger. Und so starteten wir am naechsten Tag unseren Trekk. Der Weg fuehrte uns durch Waelder, Dschungel und Kautschukplantagen. Am Nachmittag kamen wir in ein winziges Dorf der „Yao“ Minderheit, bei ihnen durften wir uebernachten. Die Menschen leben in sehr einfachen Huetten, mit der Erde als ihren Fusboden, einer Feuerstelle zum Kochen, das Wasser holen sie im Bach und wenn es dunkel wird erhelt eine Kerze oder Taschenlampe den Raum, denn Strom haben sie nicht. Leben koennen sie von ihrem eigenen Reis, Gemuese und Fleisch, nur wenige Dinge kaufen sie in der kleinen Stadt, einen halben Tagesmarsch entfernt, ein. Sie sind sehr schuechtern, doch freuen sie sich ueber unseren Besuch und wir sind herzlich willkommen. Als Simon einen Luftbalon auspackt, sind auch die Kinder nicht mehr so schuechtern und wir verbringen einen wunderschoenen Nachmittag und Abend in diesem so einfachen, schoenen Dorf, wo ueberall Schweine mit ihren jungen Ferkeln, Huener mit ihren Kueken, Hunde und Kuehe herum laufen.
Am Naechsten Morgen bekommen wir Reis und Ei zum Fruehstueck, auf dem Feuer bruzelt unser Mittagessen, es sind Ratten und kleine Voegel:-(. Zum Glueck sind wir Vegetarier so muessen wir diese nicht kosten. Auch Heute geht es Berg auf und Berg ab und wir kommen in das Dorf der „Hmong“. Sie leben sehr aehnlich wie die „Yao“ und die Maenner vom Dorf zeigen uns ihre traditionellen Instrumente.
Die Naechte hier in den Bergen sind schon sehr kalt, doch Simon, Verena und ich teilen uns eine Pritsche und so waermen wir uns gegenseitig und ich habe das Glueck in der Mitte zu liegen:-). Am naechsten Tag gehst es vermehrt Bergabwaerst und wir sind bald wieder zurueck und geniessen nach drei Tagen im Dschungel, in userem Guesthouse eine Dusche.Wunderbar!
Wir legen einen Ruhetag ein, doch dann geht es weiter nach Luang Prabang, weiter Suedlich. Eine 9 stuendige Busfahrt, fuehrt uns auf holprigen Strassen ueber mehrer Berge, am Abend kommen wir durchgeschuettelt in Luang Prabang an.
Die Tage hier eignen sich zum geniessen, denn die Stadt ist wunderschoen, es gibt viele Tempel und noch mehr Moenche die hier leben. Jeden Morgen um 6 Uhr ziehen sie in mehreren Schlangen durch die Gassen und sammel ihr Essen (Reis) von den Bewohner der Stadt ein. Der Mekong fliesst auch hier durch und es ist super in einem kleine Kaffe am Ufer zu sitzen und Tagebuch zu schreiben.
Am dritten Tag besuchen wir noch einen wunderschoenen Wasserfall, es ist mehr ein breiter Bach der ueber mehrer Stufen durch den Wald hinab gleitet. Es ist wunderschoen, fast schon kitschig, doch uns gefaellts.
Nun sind auch unsere letzten Tage in Laos zu Ende und wir gehen nach China zurueck. In etwa zwei Wochen werden wir dann unsere Tibettour machen und kommen so unserem Traum, ueber Land nach Indien zu gelangen, immer naeher.
Bis zum naechsten Mal. Ganz Liebe Gruesse Astrid und Simon
Di
18
Okt
2011
Chiang Mai, Sukhothai, Chiang Rai vom 29.9. -12.10.2011
Hallo ihr Lieben Menschen von ueberall! Wir sind wieder zurueck in Thailand. Von Vientiane ging es dieses Mal nordwaerts nach Chiang Mai, dem groessten Ort im Norden von Thailand. Wegen der starken Regenfaelle, kam es auch hier im Norden zu unzaehligen Ueberschwemmungen. In Chiang Mai war die Ueberflutung aber nur sehr gering und wir konnten gut einige Dinge unternehmen. Es gibt hier sehr viele Maerkte mit einem riesigen Angebot. Gemuesemarkt, Essensmarkt, Nachtmarkt, Sonntagsmarkt, Montagsmarkt u.s.w. Wenn wir nicht alles mit uns tragen muessten, haetten wir wahrscheinlich schon unmengen an Dingen eingekauft : -).
Bald zog es uns weiter nach Sukhotai, einer alten Koenigsstadt mit wunderschoenen Tempelruinen. Wir schliefen in einem kleinen Haeuschen mit einem wunderschoenen Garten. Einmal regnete es aus allen Kuebeln, da nur ein Fliegengitter am Fenster war windete es auch etwas Regen zu uns hinein. Ich lag direkt am Fenster und spuerte deutlich den Wind wie er mir etwas Nieselregen ins Gesicht trieb. Ich schaute gebannt aus dem Fenster in den wunderschoenen Garten und hatte das kurze Gefuehl einen Blick in das Paradies erhascht zu haben:-).
Auch hier stand das Wasser in den Fluessen hoch und am zweitlezten Tag wurden auch hier einige Strassen ueberflutet. Wir hatten Glueck und kamen am naechsten Tag mit dem Bus gerade noch weg. Richtung Sueden also Bangkok waere kein Bus und kein Zug mehr gefahren. Als wir mit dem Bus ans andere Ende der Stadt fuhren, passierten wir Stellen wo den Menschen das Wasser bis zur Huefte reichte. Es floss in die Haeuser und in die Nebenstrassen. Die Menschen versuchten mit Sandsaecken ihre Hauser vor der Ueberflutung zu retten. Die Menschen sind sich Ueberschwemmungen gewohnt, doch dieses Jahr ist es sehr schlimm und heftig wie schon Jahre nicht mehr. Vorallem weiter im Sueden hat es viel Wasser und viele mussten ihre Haeuser verlassen und so wie wir gehoert haben kamen auch Menschen ums Leben. Wir koennen nur hoffen, das das Wasser bald wieder sinkt und die Menschen wieder in ihre Haeuser zurueck kehren koennen.
Unsere naechste Station hiess Chiang Rai. Es liegt schon ziemlich weit
noerdlich und auch etwas hoeher, daher war es hier mit dem Wasser kein Problem. Wir fanden wieder eine gemuetliche Unterkunft, wo wir am naechsten Tag auf Sandra und Fabian traffen. Wie sich
herausstellte, hatten sie eine sehr aehnliche Route wie wir zurueckgelegt. Da gab es natuerlich viel zu berrichten und zu erzaehlen. In China hatten sie eine sehr spannende Route gewaehlt. Sie
fuehrte in tibetische Gebiete mit viel Bergen und Schluchten, mit alten Doerfern und Staedten. Wir haben das Glueck, dass wir auch noch ein Teil dieser Orte besuchen duerfen. Fuer die wertvollen
Tipps sind wir sehr Dankbar- Danke Fabian und Sandra! (koennte nach den juengsten Unruhen in Tibet ev. etwas schwierig werden, wir warten ab)
Mit ihnen erkundeten wir auf einem Motorrad die Gegend. Wir kamen an Wasserfaellen, tiefgruenen Reisfelder, kleinen Doerfer, und Bergbaechen a la Maggia vorbei- eine wirklich malerische Landschaft. Das verueckteste war jedoch „The wite Tempel“. Ein buddhistischer Tempel der Buddha und das Licht darstellt und auf der anderen Seite die etwas anderen Maechte. Sie sind alle samt sehr aufwendig und kunstvoll dargestellt. Fratzen aller Art, Haende aus so was wie der „Unterwelt“ und Waechter des weissen Tempels, die alles gut bewachen. Im innern sind namhafte Kuenstler daran, ein sehr eindrueckliches Wandbild entstehen zu lassen. Auf der einen Seite Buddha, hell, weise und rein. Auf der anderen Seite das verwirrende, dunkle und zerstoererische. Diese ist mit sehr modernen und vorallem aktuellen Zeitgeschehnissen dargestellt. Da sind verschiedenste Filmfiguren, wie Badman, Spiderman, Fredi Krueger aber auch Jonny Depp in Fluch der Karibik. Weiter sind da Raumschiffe, 9/11 mit der Erdoelproblematik und viele andere Dinge in diese Richtung. Der Kuenstler hat all sein Geld in diesen Bau investiert, die Arbeiten sollen bis 2070 andauern.
Mit vielen Eindruecken dieser und anderer Art machten wir uns Richtung Laos auf wo uns das Lichterfest erwartete. Von dem Fest und vom sicher spannenden Norden von Laos das naechste Mal mehr.
Ganz liebe Gruesse Simon und Astrid
Di
27
Sep
2011
Bangkok und Ko Samet vom 11.9.-24.9.2011
Hallo ihr Lieben, nun wollen wir euch doch von unserem zwei- woechigen Aufenthalt in Thailand erzaehlen. Am fruehen Morgen fuhren wir mit dem Zug in Bangkok ein. Es war ein Sonntag und desshalb war es sehr ruhig auf den sonst so verstopften Strassen Bangkoks. Da wir eine bequeme Nacht hatten machten wir uns gleich auf, um die Stadt zu erkunden. Der erste Weg fuehrte uns, mit der Faehre den Fluss hinunter, zum Koenigspalast. Die riesigen Saeulenhallen, Tempel und Stupas waren sehr prunkvoll gebaut, zum Teil vergoldet, ueber und ueber mit glaenzendem Mosaik, faszinierenden Statuen und Figuren, Wandgemelden, es war ueberwaeltigend.
Mit der Zeit wurde einem der ganze Prunk fast zu viel und wir besuchten einen anderen Tempel. Dort konnten wir den grossen, schlafenden Buddha besichtigen. Die Buddha-Statue ist 46 Meter lang und 15 Meter hoch und ganz vergoldet. Es war sehr imposant um diesen grossen Koerper herum zu gehen.
Am Abend wagten wir uns auf die beruehmte Khaosan Road, eine traveller Strasse mit vielen Bars, Restaurants, Verkaufstaenden, Taetowier-Studios etc. und vielen Menschen.
Unsere Kleider waren durch die Monate schon ziemlich abgetragen und verloechert, so dass wir die grosse Stadt, mit ihren vielen Angeboten und Moeglichkeiten, dazu nutzten, uns neu einzukleiden und uns von den alten Lumpen zu verabschieden.
Dann verabschiedeten wir uns auch von der grossen Stadt und von Marliese und Marcel, die uns sehr ans Herz gewachsen sind, wir haben die gemeinsame Reisezeit mit ihnen sehr genossen.
Auf der Insel Ko Samet angekommen verschlug es uns fast die Sprache. Wir haben uns im vorhinein nicht getraut zu glauben, dass die Straende in Thaiiland wirklich so Weiss und das Meer wirklich so Blau sein kann, schon gar nicht waehrend der Regenzeit. Doch so war es und da Nebensaison war hatten wir die kleine Bucht fast fuer uns alleine. Wir genossen an den meisten Tagen die warme Sonne, nur gegen Ende der Woche war etwas von der Regenzeit zu spueren. Es war wunderbar an diesem Ort etwas laenger bleiben zu koennen und wir genossen das Meer und die Ruhe voll und ganz.
Nun sind wir wieder in Vientiane/Laos, denn wenn man ueber Land nach Thailand reist, bekommt man nur einen Aufenthalt fuer zwei Wochen. Hier in der Hauptstadt kuemmern wir uns gerade um das China Visum, denn wir wollen ja dann ueber Tibet nach Nepal und so nach Indien gelangen. Doch zuerst wollen wir noch den Norden von Thailand erkunden, bevor es dann ueber den Norden von Laos nach China geht. Bis zum naechsten Mal. Ganz Liebe Gruesse Astrid und Simon
Sa
17
Sep
2011
Viertausend Inseln, Champasak, Pakxe und Vientian vom 1. 9. – 11. 9. 2011
Hallo ihr Lieben! Nach einer langen Fahrt, traffen wir auf den Viertausend Inseln im Sueden von Laos ein. Hier waren wieder vermehrt Hammer und Sichel zu sehen, denn wir befanden uns wieder in einem kommunistisch gefuehrten Staat. Allerdings ist die laotische Ausgabe dieser Idee sehr liberal.
Die Inseln liegen an einer sehr breiten Stelle des Mekongs direkt an der Grenze zu Kambodscha. In der Regenzeit sind die meisten der z.T sehr kleinen Inseln unter Wasser. Wir verbrachten auf einer etwas groesseren Insel drei ruhige erholsame Tage. Ausser einem Wasserfall und ein paar Radwegen war hier nicht mehr. Darum lagerten wir kurzerhand unsere Beine hoch und liessen unsere Seele etwas baumeln. Irgendwann juckte uns aber die Reiselust wieder wir zogen nach Champasak weiter, wo es einen alten Khmer Tempel zu bestauen gab. Er ist einer der aeltesten seiner Art ausserhalb von Kambodscha und stammt aus dem 6 Jh. Wunderschoen schmiegt er sich an einen Berg, den man auf riesigen Steinstufen nach oben besteigen kann. Urspruenglich hinduistischen Goettern geweiht, wird im Bergtempel seit dem 14. Jh. Buddha verehrt.
Beeindruckt und beruehrt von diesem wunderschoenen Ort ging es fuer uns weiter in die Kaffeeberge bei Pakxe. Auf dem Bolaven-Plateau wo der Kaffe sein sehr anspruchvolles Klima vorfindet, verweilten wir zwei weitere Tage. Die Kaffepflanze benoetigt naemlich ziemlich vieles und doch nicht zu viel von allem. Fuer eine gute Ernte muss da schon sehr viel zusammen stimmen. Sonne ist gut aber ja nicht zu viel, denn Schatten ist ebenfalls sehr wichtig. Regen ja, jedoch koennen die Fruecht faulen wenn sie zu lange feucht bleiben. Die Hoehe ist auch sehr entscheidend und das Plateau bietet mit seinen rund tausend m.ue.M eine idelae Hoehe fuer den Kaffee. Dies alles erklaerte uns ein Franzose mit laotischen Wurzeln, den wir bei seinem frisch eroeffneten Kaffeehaus antrafen. Er bot uns selbst angebauten Kaffee aus seiner Plantage an und zeigte sie uns hinterher gleich noch hoechst Persoenlich. Inpong erzaehlte uns sehr viel ueber seine sicher fuenfzig verschiedenen Pflanzenarten und wir lernten so eine ganze Menge. Immer wieder bekamen wir ein Blatt, um den Geruch zu erraten oder einfach nur den Geschmack zu schmecken. Eine Fuelle an Dueften und Geschmaeckern, Pflanzen und Baeume die wir an diesem Nachmitag bestaunen durften-wunderschoen!
Nach dem Rundgang besichtigten wir noch den tosenden und wunderschoenen Wasserfall, wegen dem wir schlieslich auch gekommen waren. Am Abend bot uns Inpong “Laolao” an, den Reisschnaps, und schenkte immer froehlich nach und so verbrachten wir einen lustigen Abend in mitten von Kaffestraeuchern.
Zurueck nach Pakxe gings dann wieder mit dem Localbus, der ein kleiner Lastwagen ist, wo auf der Ladeflache laengs drei Banke befestigt sind und so wird von Reis, Gemuese, Tieren und Menschen alles transportiert und die Stimmung ist jeweils sehr heiter. Auch wenn ploetzlich der Reifen platzt, truebt das nicht die Stimmung, man steigt aus und wartet bis der Reifen geflickt ist und faehrt dann weiter. So kamen wir dann doch noch in Paxke and und am Abend gings gleich weiter mit dem Nachtbus nach Vientiane.
In Vientiane gab es ein froehliches wiedersehen mit Marliese und Marcel und wir zogen gemeinsam um die Haeuser bzw. besichtigten die goldene That Luang Stupa und den anliegenden Tempel. Am Abend tranken wir ein leckeres Lao Bier in einem Strassenlockal als eine kleine Gruppe schweizerdeutsch sprechender Leute vorbeiging. (Astrid schreibt jetzt) Ich schaute kurz hin und wieder weg, doch da war doch was, ein Gesicht das mir vertraut war und ich schaute nochmals hin. Dieses Gesicht schaute auch mich an und dann erkannte ich sie, es war Milena, eine Freundin aus der Schweiz, die einfach so durch Vientiane spazierte:-) Ich war so ueberrascht und es war so schoen, so unerwartet jemand vertrautem zu begegnen. Es ist schon lustig was fuer Zufaelle manchmal passieren koenne. Milena es war echt schon dich so unerwartet getroffen zu haben!
Wir genossen noch zwei weitere Tage in der gemuetlichen Hauptstadt von Laos, bevor wir dann nach Bangkok aufbrechen wuerden.
Bis zum naechsten mal, dann aus Thailand. Ganz Liebe Gruesse Astrid und Simon
Mi
31
Aug
2011
Phnom Penh, Battambang, Siem Reap, Ratanakiri vom 6. 8. - 1. 9. 2011
Hallo ihr Lieben, wir sind wieder zurueck, nein nicht in der Schweiz sondern zurueck aus dem Dschungel und haben nun entlich etwas Zeit, euch von unseren wunderschoenen und auch eindruecklichen Erlebnissen von Cambodia zu berichten. Wir fuhren vor fast einem Monat mit dem Schiff ueber die Grenze nach Cambodia. Gleich am Anfang ging es in die Hauptstadt Phnom Penh. Sie liegt recht gemuetlich und erstreckt sich an einem Fluss entlang. Es hat einige Interressante Sehenswuerdigkeiten und auch einige sehr bedrueckende. Denn ziemlich schnell wird man hier mit der sehr unschoenen Vergangenheit dieses Landes konfrontiert. Von 1975-1979 wurde das Land von der Schreckensherrschaft der Roten Khmer tyrannisiert. In dieser Zeit setzten sie einen systematischen Prozess des kommunistischen Umbaus in Gang. Ganze Staedte wurden gewaltsam aufs Land umgesiedelt, um dort ihre neue Existenz als Kleinbauern aufzunehmen. Diese Menschen hatten noch das gluecklichere Los, denn Pol Pot der Anfuehrer der Roten Khmer, befahl in der Folge Massenexekutionen von Intellektuellen, Lehrern, Schriftstellern, Gebildeten und deren Familien. So fielen in den vier Jahren, in der die Roten Khmer auf grausame Weise herrschte, mindestens 1 Million wenn nicht 2-3 Millionen Menschen dem Voelkermord in Kampuchea zum Opfer. Von diesen Ereignissen zeugen noch Heute unzaehlige Orte vor denen auch wir unsere Augen nicht verschliessen konnten. Da waren ganze Schulen die zu dieser Zeit zu Folterzentren umfunktioniert wurden oder auch die “Killing Fields”, wo sie die Menschen hingefahren und umgebracht haben. Zugegeben es war ein etwas bedrueckender Start von unserem Besuch in Cambodia. Doch die Menschen mit ihrer freundlichen Art und ihrem schoenen Laecheln halfen uns diese schweren Eindruecke zu verarbeiten, um einigermasen unbeschadet das jetzige Land und die Menschen von Heute kennen zu lernen.
Weiter ging es nach Battambang einem sympatischen kleinen Staedtchen in der mitte von Cambodia. Dort traffen wir Marliese und Marcel wieder, zwei schweizer die auf dem selben Weg wie wir nach Suedostasien gekommen waren. Marcel jongliert auch und ist mir gerade das Werfen mit fuenf Baellen am lernen. Es ist ein grosser Schritt, mal schauen ob ich es schaffen werde. Mit ihnen erkundeten wir etwas die Gegend und hatten schon viel Spass zusammen. Ist irgendwie schoen auch mal wieder “schwizerduetsch zschnorre”. In Battambang gibt es auch eine richtige Zirkusschule mit jeweils zwei Vorfuehrungen pro Woche. Dieses Spektakel liessen wir uns natuerlich nicht entgehen. Es war eine atemberaubende Schow die uns alle begeisterte, viel Akrobatik und ebenfalls Jonglage und etwas Clownerie, das ganze in stetiger Begleitung mit toller feziger Musik vom Hauseigenen Orchester. Die Artisten waren Kinder und Jugendliche die zum Teil kein zu Hause mehr hatten und hier die Chance erhalten sich als Artisten auszubilden zu lassen. Das ganze ist sehr serioes und professionell geleitet, das Resultat muss sich nicht verstecken. Tourneen in Europa und Kanada und Artisten die in Europa und auch Kanada weitere Zirkusschulen besuchen koennen, ist das Ergebnis hartem taeglichen Training. Wir besucheten die Schule am naechsten Tag gleich nochmals, um beim Training etwas mitzumachen, alleine bei den Dehnuebungen brach mir der Akrolehrer fast semtliche Knochen, so ungelenk waren meine Arme und Beine im vergleich zu den z.t staehlern tuchtrainierten Jungs. Es war richtige Knochenarbeit und ich habe es noch Tage spaeter in meinen Gliedern gespuert. Da war die darauf folgende Jonglierstunde mit den Jungs wie Balsam fuer die Seele und hat sehr viel Spass gemacht.
Nach einem sehr erlebnisreichen Zwischenstopp in Battambang, ging es weiter nach Siem Reap, der Heimat von “Ankor Wat”. Die Tempel von Ankor sind das Highlight fuer so manchen Kambotscha Reisenden. Auch wir bestaunten natuerlich diese uralten Tempel, die wunderschoen in die Landschaft einbebettet lagen. Urspruenglich waren es Hindu-Tempel, die jedoch im laufe der Zeit du buddhistischen Tempelstaetten mutierten. Besonders eindruecklich war eine Tempelanlage mitten im Dschungel. Hier haben grosse Baumwurzeln ueber die Jahrhunderte Besitz der Mauern und Tuerme des Tempels ergriffen. Ein atemberaubender Anblick! Hier in Siem Reap befindet sich auch ein Spital des schweizer Arztes Beat Richner. Er kam vor rund 20 Jahren nach Cambodia um beim Aufbau eines Spitals zu helfen. Eigentlich wollte er nicht so lange bleiben aber angesichts der Not an guter medizienischer Versorgung, blieb er bis heute und gruendete in der Zwischenzeit fuenf Spitaeler fuer Kinder im ganzen Land. Da sich die meist arme Bevoelkerung die Behandlungen nicht leisten koennten ist sie fuer alle GRATIS! Taeglich stehen tausende Muetter mit ihren kranken Kindern vor den Spitaelern, denn sie sind zugleich die einzige Hilfe die es ueberhaupt gibt fuer Kinder in Kambodscha. Ein bewegendes Projekt und ein bewegender Mann, der alles aufgab um taeglich in Kambodscha Kinderleben zu retten. Jeden Samstag gibt er in Seam Reap fuer touristen ein Cello Konzert, mit dem er Spenden fuer seine Spitaeler sammelt. Und tatsaechlich kommen 90% der Kosten noch immer ueber Spenden zusammen und es ist eine ganze Menge.
Nach Seam Reap trennten sich die Wege von uns und Marliese und Marcel wieder, denn wir fuhren zurueck nach Phnom Penh. Dort trafen wir Sareth, einen Moench den wir bei unserem ersten Phnom Penh Aufenthalt in einem Tempel kennen gelernt hatten, wieder. Als wir ihn kennen lernten fragten wir (vor allem ich Astrid) ihn viel ueber den Buddhismus und das Moench sein. Er erzaehlte uns von seinem Dorf, in dem er eine Schule aufgebaut hat und wir waren interessiert seine Schule zu besuchen und zu helfen die Bibliothek weiter zubauen. So fuhren wir am naechsten Tag, zusammen mit Sareth, mit dem Tuk Tuk in das zwei Stunden auserhalb von der Stadt liegende Dorf. Dort wurden wir herzlich von seiner grossen Familie empfangen und durften in einem der Stelzenhaeuser fuer eine Woche wohnen. Die Schule liegt nich direkt im Dorf und so liefen wir jeden Tag durchs Dorf und die Felder und von ueberall her hoerten wir ein froehliches “hello” rufen und die Kinder winkten. In der Schule mischten wir Zement und Sand und mauerten die Waende fuer eine Bibliothek. Die Kinder hatten gerade Ferien, da es Regenzeit ist, und halfen den Eltern beim Reispflanzen. Einige fanden sich aber immer auch auf dem Schulgelaende ein und halfen uns oder wollten Spielen. Es gab einige Jungs die keine Familie mehr haben und in der Schule wohnen. Sie bekommen ihr Essen von den Moenchen im Tempel nebenan oder von den Menschen im Dorf. Hier hilft jeder jedem und wenn kleine Kinder von ihrem Eltern oder Muettern verlassen werden oder diese gestorben sind, werden sie von einer Familie im Dorf aufgenommen. So wohnt auch mein “little Monkey” (kleiner Junge) bei einem Bruder von Sareth und die Mutter von Sareth hat auch zwei Maedchen aufgenommen. Mit meinem “little Monkey” spielte ich jeden Abend, wenn wir von der Schule zurueck kamen aber natuerlich auch mit all den anderen Kinder, die sich auf dem Hofplatz eingefunden haben. Das High light war, als Simon Luftballons ausbackte und den Kindern schenkte. Das sprach sich wie ein Lauffeuer im Dorf herum und viele Kinder kamen. Es war so schoen diese gluecklichen, strahlenden Kinderaugen zu sehen und wie sie mit dem Ballon spielen konnten, ganz entzueckt und so vertraeumt. Einfach Balsam fuer dieSeele!
Als Sareth am Wochenende in die Stadt musste um zu studieren, halfen wir seinem Bruder auf dem Feld Reis zu pflanzen. Wir standen um 6 Uhr auf, es gab wie immer Reis und Ei oder Gemuese zum Fruehstueck, und um 7 Uhr waren wir auf dem Feld. Die Familie faengt schon um 4 Uhr in der Frueh an zu arbeiten. Es war eine schoene Arbeit aber auch sehr anstrengend, vor allem bei der Hitze. Auch auf der Baustelle wurde es immer sehr schnell heiss (35 grad) und um 11 Uhr legten wir eine Mittagspause ein. Am Nachmittag kamen oft dicke Wolken und es wurde etwas kuehler. Leider regnete es nur drei mal in der ganzen Woche, die Bauern brauchten dringend regen, da sie ja den Reis frisch gepflanzt hatten und sich die Felder nun mit Wasser fuellen sollen. In dieser Woche auf dem Land lernten wir das richtige Kambodscha kennen. Die Bauern und ihre ganze Familie, welche hart arbeiten um Reis zum Essen zu haben, die mit Ochsen das Feld umpfluegen und noch mit dem Ochsenkarren ins naechste Dorf auf den Markt fahren, um ihr bischen Gemuese zuverkaufen. Doch trotz dem harten Leben, sehen die Menschen, gross wie klein, gluecklich und zufrieden aus und strahlen eine Waerme und Liebenswuerdigkeit aus, es ist zum beneiden. Fuer mich war diese Woche das Beste unserer Kambodschareise!
Doch wir mussten irgendwann weiter und so zogen wir in den Nordosten des Landes, nach Banlung das in der Province Ratanakiri liegt. Auf dieser Fahrt hatten wir unsere erste Buspanne seit wir unterwegs sind. Es stieg ploetzlich Rauch auf im Bus und so hielten wir und siegen alle aus. Der Fahrer oeffnete den Motor, wo noch mehr Rauch hinaus kam und wir loeschten mit Wasser aus unseren Petflaschen. Doch an weiterfahren war nicht mehr zu denken und so sassen wir 1 1/2 Stunden in der Pampa bis ein anderer Bus uns abholte. So kamen wir dann nach 12 Stunden doch noch an. Hier in Banlung machten wir einen zwei taegige Dschungeltrek. Mit einem englischsprechenden Guide und einem Guide der sich im Dschungel auskannte, sind wir los gezogen, immer tiefer in den Wald hinein. Wir haben dann am Abend an einem Bach unser Lager, bzw. unsere Haengematten aufgeschlagen und ueber alles eine Plane gespannt. Gekocht haben wir ueber dem Feuer, das Gemuese haben wir in einem Bambusrohr gegahrt. Es schmeckte ausgezeichnet. Spaeter gabs bei Kerzenschein unter der Plane, da es regnete, Reisschnaps und lustige Geschichten von unserem Guide. Am naechsten Morgen gab es Kaffe aus einem Bambusbecher, die unser Guide gemachte hat und Nudelsuppe. Nach einem erfrischenden Bad im Bach ging es auf die 5 Stuendige Tour zurueck. Wir bekamen viele Pflanzen, wurzeln und anderes Gruenzeug zum probieren, vieles wird noch als Medizin genutzt. Eine tolle Sache. Ausserdem sahen wir einige grosse gelb/schwarze Spinnen und eine kleiner aber sehr giftige Schlange. Es waren zwei tolle Tage im Dschungel und eine romantische Nacht in der Haengematte, mit Bachrauschen und Grillengezirpe beim einschlafen. Nun gehts es fuer uns morgen nach Laos weiter. Wie die Zeit vergeht, schon ist wieder ein Monat um.
Also ihr Liebe bis zum naechsten mal, dann aus Laos.
Ganz Liebe Gruesse Astrid und Simon
Do
04
Aug
2011
Muine, Saigon(Ho-Chi-Minh Stadt), Can Tho, Vinh Long und Cau Doc vom 22.7.-4.8.2011
Hallo Zusammen
Nach den wirklich schoenen und entspannten Tagen am verlassenen Non Nuoc Strand, sind wir mit dem Nachtbus nach Muine gefahren. In unserem Reisebuch stand, dass es dort schoene Straende und Sandduenen gab und was tolles fuer Naturfreunde sei.
Als wir dort ankamen sahen wir vor allem eins, Resorts. Von Strand sah man nicht viel, er war sehr schmal. Wir fanden aber doch noch guenstige Bungalows und quartierten uns in einem ein. Am naechsten Tag mieteten wir uns ein Motarrad und erkundeten das Doerfchen und die Umbebund mit seinen grossen Sandduenen. Zuerst tankten wir voll und fuhren dann zu einer Art Hafen wo es viele Fischerboote zu sehen gab. Wir wollten die Parkgebuehr fuer den bewachten Parkplatz nicht zahlen und stellten unser Mopet vor dem Gelaende ab.
Wir gingen zum Strand um die schoenen, alten Ficherboote zu betrachten und assen einen frischen Fisch, der fuer uns an einem kleinen Feuer gegrillt wurde.
Als wir zum Motorrad zurueck kamen, tummelten sich dort drei junge Maenner herum.
Wir wollten losfahren und stellten fest, dass der Tank leer war. Diese Strolche hatten all unser Benzin abgezapft und stellten sich nun unschuldig. Wir wagten es dennoch, nach viel Gezeter und Schimpferei, los zufahren und hofften es moege bis zur naechsten Tankstelle reichen. Es reichte nicht ganz und die paar letzten Meter mussten wir noch schieben und schon warteten die naechsten Gangster auf uns. Wir wollten fuer 50'000 Dong (2,5 Fr.) wieder voll tanken, der Typ war aber sehr schnell fertig mit Tanken und wollte schon den Deckel schliessen , wir wollten aber noch einen Blick in den Tank werfen und der war praktisch leer. Wir mussten wieder ein Gebruell ablassen um dann alles Benzin fuer diesen Betrag zu bekommen. Wir liessen uns so schnell nicht wieder abzocken:-)
Wir hatten aber trotz allem eine Gute Zeit in Muine und haben dort wirklich sehr gut gegessen, fuer Simon ein wahres Paradies, mit all dem frischen Seafood und Fisch.
Nun ging es fuer uns in die grosse Ho-Chi-Minh-Stadt oder auch noch Saigon genannt.
Dort hatten wir seit China wiedermal das Gefuehl in einer grossen Stadt zu sein.
Wir lernten ein paar nette Studenten kennen, die ihr Englisch mit uns ueben wollten. Wir erfuhren mehr uber ihr Land und ihre Leute, es war wirklich sehr spannend.
Wir besuchten einige schoene Parks und Maerkte. Vor allem am Abend war es schoen durch die Parks zu gehen, Menschen tanzten in kleinen Pavillions, spielten Federball oder einer art Hackiesack. Wir genossen die Stadt sehr, doch wir wollten auch noch weiter ins Mekong-Delta und so fuhren wir nach Can Tho.
Frueh am naechten Morgen (5:30 uhr) gingen wir mit einem kleinen Boot und einer Fahrerin auf eine Mekong Tour. Wir besuchten zwei schwimmende Maerkte, sahen wie man Reisnudeln herstellt und fuhren kleine, romantische, wundeschoene Kanaele im Mekong. Fur die Reissnudeln, machen sie aus Reis eine dickliche Sauce, machen daraus eine art Crepes und trocknen diese in der Sonne. Wenn die Fladen trocken sind werden sie durch eine kleine Maschine gelassen und kommen als Nudeln wieder heraus.
Waehrend der Fahrt hat unsere "Kapitaenin" fuer uns gebastelt. Sie hat aus Palmblaettern Schmuck geflochten. So haben wir nun jeweils einen Armreif, einen Ring, eine Brosche und ich noch Ohringe. Auf dem Markt haben wir frische exotische Fruechte gekauft und diese auf dem Boot zum Fruestueck genommen.
Es war ein wunderschoener Tag auf dem Mekong!
Wir hoerten in Can Tho von einem Homestay auf der Insel An Binh. So fuhren wir in die Stadt Vinh Long und setzten mit der Faehre auf die Insel ueber. Dort empfing uns eine nette und lustige vietnamesische Familie und wir blieben drei Naechte. Wir lernten Vietnamesisch Kochen, erfuhren noch mehr uber das Land und die Menschen und verbrachten drei wunderschoene Tage auf dem Lande. Mit dem Fahrrad erkundeten wir die Insel und fuhren an unzaehligen Fruchtbaeumen vorbei. Wir sahen Bananen, Kokosnuesse, Papayas, Jackfruit, Rambutan, Longan und noch viele Fruechte die wir nicht kennen. Ein richtiges Paradies!
Nun sind wir in der Grenzstadt Cau Doc und verbringe unsere letzten zwei Tage in Vietnam. Mit dem Boot gehen wir dann nach Kambodscha weiter und wir sind, wie immer sehr gespannt, wenn es in ein neues Land geht.
Also ihr Lieben bis zum naechsten Mal, dann aus Kambodscha.
Eine Gute Zeit und ganz liebe Gruesse Astrid und Simon
Di
26
Jul
2011
Hanoi, Halong Bucht, Hue, Da Nang und Hoi An vom 8. 7 - 21. 7. 2011
Hallo ihr Lieben,
Vietnam- ein Land voller Farben, Geruechen und unglaublich vielen Mopets auf den Strassen. Aber alles der Reihe nach.
Mit dem Nachtzug kamen wir ueber die Grenze nach Hanoi. In diesem Zug in unserem Abteil, traffen wir auf Massi, ein Italiener den wir in der Mongolei kennen lernten und nun ueber einen Monat spaet zufaelliger Weise wieder traffen. Wir hatten uns natuerlich einiges zu erzaehlen und so verging der Abend sehr schnell. Ein heftiges Gewitter empfing uns, als wir mit dem Zug den Grenzort ueberquerten. Am naechsten Morgen war es dann aber schon wieder trocken und wir machten uns auf die Suche nach einer Unterkunft in der Hauptstadt von Vietnam. Hanoi ist eine richtig asiatische Stadt, mit vielen engen Gassen, vielen Laeden, mit alllerlei schoenem zu kaufen, und unzahligen Mopets auf den Strassen. Es gibt nur eine einzige Strategie um ueber die, von Mopets ueberfuellten Strassen zu kommen und die heisst: "Einfach drauflos laufen und hoffen". Bis jetzt hat es ganz gut funktioniert : )
Es ist eine sehr alte Stadt und sie hat fast keine Hochhaeuser. In den Gassen koennte man sich Tage lang beschaeftigen, da es wirklich unzaehlige Dinge zu bestaunen gibt. Auch hat es auch ein paar schoene Museen und sogar ein Wasserpuppentheater. Die Puppen werden hier sozusagen unter Wasser gesteuert und bewegen sich immer im Wasser. Auch hat es zwei Seen in der Stadt die mit schoenem Gruen und einigen Baeumen umringt sind.
In Hanoi steht auch das Musuleum von Ho Chi Minh. Er ist sozusagen die Befreiungsfigur von Vietnam und immer noch allgegenwaertig.
Nach zwei Tagen in der Stadt, ging es fuer uns auf eine Tour in die Halong Bucht.
Die Halong Bucht ist mit seinen 2000 Fels-Inseln einfach wunderschoen zu erleben.
Mit dem Boot fuhren wir um diese grossen und kleinen, aus dem Wasser ragenden Felsen umher, besichtigten eine grosse Grotte und konnten mit dem Kajak auf eigene Faust das Wasser und die Felsen erkunden. In kleinen Buchten leben Menschen auf schwimmenden Haeusern, die vom Fischfang und dem Tourismus leben. Auf dem Schiff traffen wir einen bunten Haufen von Menschen. Da war z.B. Rico, ein Lehrer aus Miami Beach, er unterrichtet Kinder aus einem farbigen Viertel und war definitv cool drauf. Nach zwei Naechten und drei Tagen auf dem Boot, ging es wieder zurueck nach Hanoi und von dort weiter Richtung Sueden. Mit dem Zug fuhren wir ueber Nacht, nach Hue. Eine kleinere Stadt in Zentralvietnam. Mit ihrem Fluss der direkt durch das Zentrum fliesst, machte sie auf uns einen sehr freundlichen und einladenden Eindruck. Hier befindet sich auch der Sitz der letzten Kaiser. Daher gibt es hier auch eine verbotene Stadt, wo nur der Kaiser und seine Familie zutritt hatten.
Nach zwei Tagen in Hue zog es uns dann doch endlich an einen Strand um etwas auszuspannen. Ganz in der naehe von Da Nang wurden wir fuendig. Hoas Place, hiess unsere Unterkunft die quasi direkt am Strand lag. Wir hatten ein paar echt schoene Tage dort. Auch trafen hier immer wieder andere Reisende ein. Zwei davon waren Martin und Andra aus Oestereich, mit ihnen hatten wir echt einen heiden Spass. An dieser Stelle, Danke nochmals fuer die heiteren gemeinsamen Stunden mit euch. Mit dem Motorrad, sind wir mit Andra und Martin, auch in das Nahe gelegene Hoi An gefahren. Ein kleines Staedtchen mit einem wunderschoenen gut erhaltenen Stadtkern. Hier hatte es viele Laeden, Maerkte, gutes Essen und am Fluss einen sehr guten Eis Kaffee und frische Fruchtsaefte. Es war ein wirklich schoener Tag.
Dann ging es fuer uns weiter gehn Sueden, Richtung Muine. Dies und Mehr dann im zweiten Teil ueber Vietnam.
Ganz Liebe Gruesse Astrid und Simon
Di
05
Jul
2011
Hong Kong, Guilin, Dazai, Xingping und Yangshou vom 23.6 - 6.7. 2011
Wow wie die Zeit vergeht! Nun sind wir schon fast am Ende unseres China Aufenthaltes und es hat sich also wieder einiges getan. Nach Hangshou mit seinem Westsee war unser Motto ganz klar: Auf in den Sueden von China. Also alle sieben Sachen packen und ab nach Hong Kong. Nach einer Nacht und einem halben Tag kamen wir in dieser Mega Metropole an. Unsere Motivation diese Stadt zu besuchen bestand nicht alleine aus Interresse zu dem Kolos, nein auch unser Visum lief langsam aus. Da Hong Kong zu China gehoert aber formel doch unabhaenging ist, ist es moeglich hierher sozusagen aus China auszureisen, um danach wieder mit einem neuen oder einem Doubelentre Visa, wie wir eins besitzen, erneut einzureisen.
In Hong Kong angekommen schauten wir uns erst einmal nach unserem Hostel um. Es war nicht ganz leicht zu finden, denn es ist eine Homestay Unterkunft und sie befindet sich im neunten Stock eines Hochhauses. Nach laengerem suchen und nach der richtigen Adresse herumfragend, fanden wir es doch tatsaechlich. Also dieses Treppenhaus werden wir nicht so schnell vergessen, super steil und ellen lang. Es empfing uns ein netter Hongkojaner der sein Wohnzimmer kurzerhand in einen Schlafsaal verwandelt hatte. Es war eine sau gemuetliche Bude mitten in Hong Kong, mit einem mega schoenen Blick auf das Gassenleben weit unter uns. Also machten wir uns auf, eine weitere mega grosse Stadt zu erkunden. Das Zentrum lag nahe des Hafenbeckens und auf der anderen Seite baeumt sich mit seiner gigantischen Skyline "Hong Kong Island" auf. Es sah schon bei Tageslicht unglaublich gross und spektakulaer aus, in der Nacht bei Dunkelheit mit all den Lichtern sei es nochmals schoener, haben wir uns sagen lassen. Am naechsten Tag wollten wir mit Kit Fruehstuecken gehen, doch o weh es fuhr uns grauslig im Magen umher. Wir hatten wohl am Vorabend auf der Gasse, wo wir assen, etwas nicht ganz so Gutes erwischt. Und so mussten wir den Tag ganz langsam angehen. Als wir uns beide etwas erleichtern konnten, ueber der Klobrille versteht sich, konnten wir dem Tag wieder mit etwas mehr Zuversicht in die Augen schauen. Wir machten uns auf den Weg zum Viktoria Peak, von dem man ueber ganz Hong Kong und auch ueber die andere Seite und das Meer sehen konnte. Der Peak liegt auf der Insel vor Hong Kong und so nahmen wir die von den Einheimischen heissgeliebte Faehrverbindung zwischen Festland und Insel. Es war ein wunderbares Gefuehl wieder einmal das Meer vor einem zu haben und auch noch mit so einem nostalgischen Faehrboot auf ihm zu fahren. Einfach super! Dann ging es mit einer sehr sehr steilen Standseilbahn auf den Peak. Es war sehr heiss und uns war noch nicht ganz wohl im Magen, daher mussten wir die Sache ganz langsam angehen lassen. Es ging grad so aber nur Vergnuegen war es definitiv nicht. Die Aussicht von oben liess uns jedoch fast alles vergessen, eifach gigantisch und riesengross. Dann kam der grosse Augenblick, die Lightschow die es jeden Abend fuer die Besucher von Hong Kong gibt. Also das ist wirklich ein unglaublich leuchtender Anblick, also erleuchtend ist er mit bestimmtheit nicht aber das glitzern und blinken und all die mega Wolkenkratzer also da kann einem die Sprache schon einmal weg bleiben. Wir waren also schon ein wenig beeidruckt, ja ganz wenig schon :)
Dann war aber definitiv genug Stadt und wir machten uns auf um in den Sueden von China zu gelangen. Guilin war unsere erste Station. Eine nicht so grosse oder sogar kleine Stadt wie sie sagen (5 Mio. Einwohner) na ja. Von dort aus waren die Reisterrassen in den Bergen gut zu erreichen. Der Bus fuhr uns zwei Stunden lang in die Berge. Wir gelangten immer hoeher hinauf und das Tal wurde immer enger. Auch die Strassen wurden steiler und auf dem Weg dort hin begegneten wir nicht wenigen Unfaellen. Wir konnten nur hoffen, dass unser Bus von solch einem verschont blieb. Gott sei dank kamen wir aber heil an und machten uns auf den Weg die "Dragonbones Reisterrassen" aufzuspueren. Wir standen am Rande eines Berges und waren richtig gespannt was uns nun erwarten wuerde. Wir machten uns auf , um ins naechste Dorf zu gelangen. Mit jedem Schritt den wir in die Hoehe machten eroeffnete sich mehr und mehr von diesen wunderschoen angelegten Terrassen. Es war wie im Traum. Sie waren alle mit Wasser gefuelllt und der Reis war schon gepflanzt. Diese wohlgeformten Becken die sich eins nach dem anderen aneinander schmiegten. Ein wahres Meisterwerk auf Erden. In dieser Gegend sind auch die starken Tao- Frauen zu Hause. Sie lassen sich das Haar immer wachsen und haben angeblich das laengste Haar der Welt. Heute sind sie vorallem emsige Verkaeuferinnen von ihren Sachen die sie lautstark versuchen unters Volk zu bringen. Wir verbrachten drei wunderschoene Tage in dieser malerisch- schoenen Landschaft.
Heil in Guilin zurueck, ging es am naechsten Tag weiter auf dem Li-River Fluss abwaerts Richtung Xingping. Diese Flussfahrt auf diesem bezaubernden Fluss, mit seiner unglaublich schoenen und verrueckten Berglandschaft die ihn umgibt, hat uns einmal mehr frohlocken lassen. Ihr seht ich komme aus dem schwaermen nicht mehr heraus aber wir sind vom Sueden von China definitiv angetan. Von Xingping gings weiter nach Yangshou. Wir fanden hier ein wunderschoenes Guesthouse etwas auserhalb des Ortes mitten in der Natur. Das erste mal ein wirklich ruhiges Plaetzchen. Wow wir brauchten fast vier Wochen um es zu finden. Das durchhalten hat sich aber mehr als gelohnt, hier koennen wir entlich etwas ausspannen und eifach mal die Seele baumeln lassen. Es ist hier auch so heiss, dass viel mehr gar nicht drin liegt. Ueber die Mittagsstunden heisst es im Schatten liegen und ja nicht zu viel bewegen. Es ist unglaublich, die Hitze laemt einem richtig. Am Morgen frueh oder spaeter am Nachmittag kann man hier wunderschoene Radtouren unternehmen. Ein kleinerer Fluss der nicht weit weg ist, laed zu einem mehr oder weniger erfrischenden Bad ein und ich konnte sogar etwas fischen, einfach wunderschoen mit so einer Umgebung. Wir haben gemerkt, dass nach so vielen Eindruecken und hecktischen Staedten, eine Pause sehr sehr wichtig ist um wieder Kraft und Freude zu tanken um weitere Abendeuer bestehen zu koennen.
Ja und das Naechste steht schon vor der Tuer, morgen heisst es by by China and welcome Vietnam. Wir sind sehr gespannt was uns da so erwarten wird.
Also dann bis in Vietnam wo wir zuerst in die Hauptstadt Hanoi reisen werden und von dort gen Sueden immer gen Sueden.
Ganz liebe Gruesse Simon und Astrid
So
26
Jun
2011
Suzhou, Tongli, Shanghai und Hangzhou 11.6.-22.6.2011
Hallo ihr Lieben, es ist wieder Einiges gegangen bei uns. Nach Xian sind wir weiter nach Suzhou, der Gartenstadt oder dem Venedig von Asien, wie es die Chinesen nennen. Uns erwartete Regen doch auch eine nette Bekanntschaft mit Zhang Yan einem jungen Chinesen. Mit ihm verbrachten wir unsere Tage in Suzhou und erfuhren so auch mehr ueber China und seine Menschen. Die Stadt ist bekannt fuer seine schoenen Gaerten die man besichtigen kann, aber auch jedes mal Eintritt bezahlen muss. Daher besuchten wir nur einen und dieser war sehr schoen. Diese Stadt hat einen alten Teil in welchem viele Kanaele und Bruecken sind, ansonsten ist es eine sehr grosse Stadt.
Wir hoerten von Tongli, einer kleinen Stadt auch mit vielen Kanaelen und Bruecken und erhofften uns etwas mehr Natur und weniger Touristen. Also fuhren wir dort hin und der Bus stoppte in mitten einer Stadt. Wir fanden den Eingang in den alten Teil und da es schon nach 18:00 Uhr war mussten wir keinen Eintritt bezahlen, da die Ticketverkaeufer schon Feierabend hatten. Wir fanden es aber dennoch unglauchlich, dass man bezahlen muss um ein Dorf zu besuchen. Aber das ist China, egal was und wo man etwas Sehen oder Besuchen moechte, man bezahlt und nicht immer wenig.
Es regnete den ganzen Tag, es hatte viele Touristen aber es war doch sehr niedlich und schoen diese alten Haeuser mit seinen meist alten Bewohner und die Bruecken zu erleben.
Doch dann war es an der Zeit nach Shanghai aufzubrechen und wir werden diesen Augenblick nicht so schnell vergessen, als wir mit dem Bus nach Shanghai "einflogen". Wir Flogen wirklich mit dem Bus ueber die Stadt und zwar auf sehr hohen Strassen, die wie ein Netz ueber der Stadt liegen. So konnten wir auf der Autobahn bis ins Zentrum fahren und erst kurz vor dem Bussbahnhof von dieser hohen Strasse "Landen". Auf dieser Autobahn war sehr eindruecklich, wie wir zwischen einem Wald von Hochhaeusern umherfuhren. Unter dir der Verkehr, das Leben und du "fliegs" einfach obern drueber. Leider hatten wir auch in Shanghai nicht so Glueck mit dem Wetter und man sah oft die Spitzen von den Wolkernkratzern nicht, da die wolken so tief hiengen. Dafuer hatten wir umso mehr Glueck mit dem Hostel "Wood and Rock", dass erst dieser Jahr eroeffnet wurde und echt eine wohlfuehl Oase war. Zudem hatten wir echt super Essen ums Eck, bei einer Strassenverkaeuferin. Wir ernaehrten uns vorallem von einem sehr leckeren Fladenbrot mit Chili und einer art Omlett. Sie hatte, oh wunder, wirklich keine Fleisch Gerichte und wir wurden zu Stammgaesten bei ihr. In China kann es manchmal etwas schwierig sein vegetarische Gerichte zu finden und man bekommt immer das Selbe: Reis mit Tomaten und Ei oder Nudeln mit Spinat welche in einer Suppe schwimmen. Da moechte man manchmal etwas Abwechslung und so goennten wir uns "Pizza Hut" in der grossen Fussgaengermaile von Shanghai. Diese ist in der Nacht ueppig beleuchtet und man bekommt wirklich dieses Grossstadt feeling zu spueren.
Mit dem Hochgeschwindigkeitszug gings dann mit unglaublichen 350 km/h und in nur 40 min. nach Hangzhou weiter. Dort befindet sich der wirklich schoene und grosse Westsee. Wir mieteten uns Fahraeder, strampelten um den See, besuchten in den Bergen die Teeplantagen und genossen es sehr auf dem Fahrad und etwas im Gruenen unterwegs zu sein. Das Wetter meinte es gut mit uns, vielleicht etwas zu gut, denn es war wirklich sehr heiss. Wir fanden sogar eine franzoesische Baeckerei und konnten so mit Baguett und etwas Beilage am See Picknicken, sehr zur Belustigung der Chinesen, die wohl noch nie ein Sandwich mit Tomaten und Gurken sahen:-)
Soweit zu China aber es wir zu einem spaeteren Zeitpunkt noch mehr folgen.
Bis dahin alles Gute!
Ganz Liebe Gruesse Astrid und Simon
Mo
13
Jun
2011
Datong, Peking und Xian vom 2.6. - 10. 6. 2011
Hallo da sind wir wieder! Wir haben den Sprung in das "Reich der Mitte" tatsaechlich geschafft. Aber ganz langsam, alles schoen der Reihe nach.
Nach ein paar Tagen, die wir noch in Ulan Bator verbracht haben und uns einige wirklich schoene Dinge wie z..B ein rege besuchter Tempel oder das Ballett und Opernhaus, in dem wir eine wirklich wunderschoene Ballettvorstellung sehen durften, sind wir nach China aufgebrochen. Der Zug fuhr frueh Morgens, und siehe da wer ist mit uns im Abteil: Natuerlich ein Schweizer und nicht irgendeiner nein, es war Matthias Luedi aus Solothurn. Wir hatten eine sehr lustige und unterhaltsame Fahrt zusammen. Wir tranken sogar ein Bier im wunderschoenen mongolischen Speisewagen zusammen. An der Grenze war die Zeit gekommen um das Fahrgestell wieder zu wechseln. Das ganze dauerte einige Stunden bevor sich der Zug wieder in Bewegung setzte und wir voller Spannung in China einrollten.
Am naechsten Morgen traffen wir dann in Datong, unserer ersten Station in China, ein. Wir stiegen zusammen mit Matthias aus dem Zug, verloren ihn dann aber ziemlich schnell aus den Augen, weil er eine Tour gebucht hatte. Ja und bis heute haben wir ihn nicht mehr gesehen. Ich erwaehne das, weil der Abschied ziemlich fluechtig war und wir uns einfach nochmals fuer die schoene gemeinsame Fahrt bedanken wollten. Gruss von hier aus Maettu!
Also China ist schon sehr sehr Anders! Nein sehr sehr sehr sehr Anders! So viele Menschen, so etwas glaubt man nicht wenn man es nicht selbst gesehen hat. Und selbst dann kann man es nicht recht glauben. Doch es ist wirklich so. Was ist sonst noch so Anders? Ja es ist richtig heiss geworden und es wird wahrscheinlich noch heisser. Und es ist natuerlich alles viel groesser, ist ja auch verstaendlich bei eben so vielen Menschen. Also in Datong verbrachten wir zwei Tage und machten unsere ersten Erfahrungen mit dem Essen und den Menschen. Auch besichtigten wir das, in der Naehe gelegene, Haengekloster das sehr spektakulaer in den Felsen gebaut worden ist. Viel abendeuerlicher war jedoch die Busfahrt dort hin. Nur bis man so einen Bus findet kann einiges an Zeit verstreichen. Ohne Sprache und die Schrift, also wirklich nicht einfach zu lesen. Aber irgend wie geht es immer und die ersten Schritte gingen ganz gut.
Als wir mit dem oeffentlichen Bus dort ankamen, ging es ploetzlich darum, dass der Bus zwei Stunden auf uns warten sollte, bis ein paar chinesische Touristen und wir das Kloster besichtigt hatten und uns zurueck fahren wuerde. Ein riesen Geschwaetz ein Hin und Her und zack hatten wir einen oeffentlichen chinesischen Bus gekappert. Also ich verstand die Welt nicht mehr. In China wo alles so geregelt und kontrolliert scheint- so etwas!
Ja das Kloster, es war wirklich scheon und das wussten nicht nur wir. Mit uns waren da noch ein paar hundert chinesische Touristen, welche in Gruppen einem Guide mit Faehnchen und Lautsprecher folgten. Wir realisierten, dass wir ab jetzt nicht mehr alleine werden wuerden und an jeder kleinen Sehenswuerdigkeit einige hundert chinesische Reisende treffen wuerden.
Dann kam Peking! Wir konnten es zuerst wirklich nicht realisieren, dass wir nun in Peking waren. Wir hatten Glueck mit unserem Hostel, es lag in einem aelteren Teil der Stadt doch auch sehr Zentral und wir konnten viel zu Fuss machen. Unser Hostel hatte einen romantischen Innenhof mit roten Laternen und die Zimmer waren sehr alt.
Nach dem wir erst mal die Gassen um unser Hostel herum erkundet hatten, wagten wir uns dann auch weiter und besuchten, ganz klassisch, all die Attraktionen. Die verbotene Stadt war gross und eindruecklich, der Sommerpalast war noch groesser und romantisch, da er viel Gruen und einen grossen See hatte.(Ihr merkt vielleicht, dass Astrid jetzt schreibt. "Ach es war so romantisch" :-))
Die Grosse Mauer durfte natuerlich auch nicht fehlen und wir besuchten einen schoenen Teil, der nicht so sehr Touristisch war. Fuer Simon war das "Vogelnest" noch sehr wichtig zu sehen. Wir gingen auch hinein und sahen wie gross dieses Stadion ist, wie viele Menschen da Platz haben. Sehr eindruecklich ist auch die Konstruktion, wirklich sehr aufwendig gemacht.
Nach einigen Tagen brachen wir dann Richtung Xian auf. Da gerade die Semesterferien begonnen haben, war der Nachtzug sehr voll und wir konnten gerade noch zwei "Hartseat" ergattern. Wir hatten also zwei Sitze, wir Gluecklichen, andere sassen auf Plastikschemeln im Gang oder standen.Der Zug war wirklich voll. Aber auch diese Nacht ging vorueber.
In Xian gab es ein Muslimviertel welches sehr lebendig und reich an kulinarischen Angeboten war. Wir fanden seit langem mal wieder Brot und was fuer ein Leckeres.( Siehe Foto) Wir genossen die Strassenkuechen, die Duefte, das Leben welches sich Draussen auf der Strasse abspielte.
In Xian gab es noch etwas zu sehen und zwar die Terrakotta-Armee, welches Lebensgrosse Tonfiguren sind. Der erste Kaiser liess sich tausende von Kriegern und Pferden in Ton machen, welche ihn nach dem Tod beschuetzen sollten.
Die Chinesen sind sehr konntaktfreudig und so lernetn wir, in einem Park, eine Studetin kennen. Mit ihr verbrachten wir einen Nachmittag und es war sehr spannend und wir erfuhren etwas mehr ueber ihr Land und die Menschen.
Also ihr Lieben bis zum naechsten Mal.
Ganz Liebe Gruesse Astrid und Simon
Mo
30
Mai
2011
Zweite Etappe 17.-25.5.2011
Gegen Morgen hoerte der Sandsturm auf und wir beschlossen den, vom Vortag verpassten Sandduenenbesuch, noch vor dem Fruehstueck nachzuholen. Als wir vor der Duene standen kam sie uns riesig gross vor. Wir starteten gemaechlich und merkten schon bald, dass es kein leichter Spaziergang werden wuerde. Die ganze Zeit sank einem der Fuss weit in den Sand ein und es kostete enorme Kraft Fuss vor Fuss zu setzen. Der letzte Teil war zudem richtig steil und wir Alle mussten immer wieder pausieren um zu verschnaufen. Als wir dann entlich oben waren, war die wunderschoene Aussicht ueber die Wueste Gobi mehr als eine Entschaedigung fuer den "Chrampf"!
Nach dem Fruehstueck brachen wir auf. Auf dem Weg traenkten wir noch die Pferde der Familie bei der wir uebernachteten. Es war ein recht wilder Haufen und sie boxten und kneiften sich ganz schoen, um sich einen guten Platz an der Traenke zu ergattern. Nachdem wir auch unsere leeren Flaschen mit Wasser gefuellt hatten, zogen wir weiter, wieder Richtung Norden. Das Land ist einfach riesig und dementsprechend sassen wir auch ab und zu etwas laenger in unserer russischen Holperkiste. Ok, er ist nicht gerade sehr konfortabel aber die Kiste hat Kraft und Kraft und nochmals Kraft, egal was fuer Untergrund, ob Schnee, Eis, Sand oder Schlamm alle Pruefungen hat sie mit Bravur bestanden. Das musste ich jetzt einfach vorweg nehmen.
Gegen Abend suchten wir einen geeigneten Rastplatz. Es ging ein ziemlich starker Wind und es war nicht ganz einfach einen geeigneten Rastplatz fuer die Nacht zu finden. Schliesslich fanden wir einen verlassenen Winterplatz von einer Nomadenfamilie. Er war etwas Windgeschuetzt und wir schlugen unsere Zelte in einer einigermasen Windstillen Ecke auf. Kaum hatten wir die Zelte aufgestellt wurde der Himmel immer dunkler und dunkler.....so schlimm war es dann auch wieder nicht sonst wuerde ich hier nicht sitzen und schreiben : ).
Ein Sandsturm kuendete sich an und etwas beunruhigt waren wir schon. Denn unser Guide hat uns angewiesen in den Zelten zu bleiben, da sie sonst evt. wegfliegen wuerden. Ja es hat etwas gewindet -nein die Zelte sind nicht weggeflogen und der Himmel lichtete sich auch wieder und gab ploetzlich einen wunderschoenen Blick auf einen dramatisch feurigen Sonnenuntergang frei.
Wir gingen natuerlich nicht schlafen ohne noch eine Runde Jazy zu spielen. Und wer hat gewonnen- natuerlich unser Fahrer Bexee. Ich dachte seine Aufgabe waere Fahren und nicht die ganze Zeit in Jazy zu gewinnen : ) Also ich sags euch nun, die Franzosen die verlieren lansam die Geduld, ich kann fuer nichts garantieren.
Am naechsten Morgen gings frueh los, weiter Richtung Norden. Ab Mittag wurde es wieder richtig kalt und es begann sogar zu schneien. Nach dem Mittagessen kamen wir an einem Dorf vorbei. Und tatsaechlich gab es hier eine Dusche mit warmem Wasser. Astrid und Ich liessen uns die vielleicht einmalige Chance nicht nehmen. Also einfach einmalig- wie neu geboren- wobei die neugeborenen schreien immer so heftig- vielleicht ganz einfach frisch- ganz frisch geduscht.
Wir erreichten unsere naechste Familie gegen Abend. Von dort starteten wir dann zu Fuss und danach mit dem Pferd. Es war eine sehr nette Familie und wir durften im Ger mit den Grosseltern uebernachten. Wir machten alle zusammen Dumplins ( gefuellte Teigtaschen mit Gemuese, gedaempft). Bevor wir zu Bett gingen, entdeckte Astrid draussen, wo es in der Zwischenzeit bitter Kalt wurde und auch schneite, ein Kaelblein das nicht mehr richtig atmete. Sie holte sofort Hilfe und gemeinsam versuchten sie es aus der misslichen Lage herauszubringen, denn es war ganz eng angebunden und hatte sich mit dem Strick selbst gewuergt. Doch es war zu spaet, als sie das Kaelblein losschnitten war es bereits gestorben. Astrid war sehr traurig und musste weinen.
Die Grossmutter war so geruehrt ueber die Anteilnahme, dass ihr auch fast die Traenen ueber die Wangen kulerten. So ging dieser heitere Abend eher ernst zu ende und wir beteten vor dem einschlafen noch gemeinsam fuer das verstorbene Kaelblein.(Astrid schreibt:Am naechsten Morgen verbrachte ich ein wenig Zeit mit den Ziegen und Schafen und ich entdeckte einige neugeborene Ziegen- und Schafbabys. Eines ist wirklich gerade geboren worden, es war noch ganz nass und schmierig von der Geburt. Ein Leben geht, ein neues kommt.)
Es war strahlend blauer Himmel und voller Zuversicht brachen wir zu den 8 Lakes, die verborgen zwischen den Bergen vor uns lagen, auf. Am fruehen Nachmittag erreichten wir auf der anderen Seite des Berges an einem sehr abgelgenen Ort eine Ger. Odko unser Guide kannte die Familie auch nicht und wir fragten nach der ueblichen Teezeromonie vorsichtig ob wir vielleicht hier uebernachten koennten. Es war natuerlich kein Problem auch diese Familie nahm uns freundlich in ihre Obhut. Es war eine wiklich sehr urspruengliche Familie die sicher noch nicht sehr viele westliche Leute wie wir zu Gesicht bekommen haben. Sie beobachteten uns ganz genau und mussten immer wieder Grinsen. Die Jurte war sehr einfach und man sass fast auf dem erdigen Boden. Wir hatten wirklich das Gefuehl, in eine andere Zeit zurueckversetzt worden zu sein. Astrid freundete sich mit dem kleinen Jungen der Familie an und verbrachte den Nachmittag spielend mit ihm, wahrend ich versuchte im zugefrohrenen See ein Loch zu machen um zu fischen. Leider war das Eis zu dick und ich konnte keinen Fisch fuer die Suppe am Abend beisteuern.
Nach einem weiteren Tag zu Fuss durch wunderschoene unberuehrte Natur, ging es hoch zu Pferde fuer zwei Tage weiter. Also das war dann ein riesen grosser Unterschied zu den Kamelen. Diese Kreaturen hoehrten richtig auf das Kommando, welches man ihnen gab. Wir ritten, trabten und galopierten durch die immernoch atemberaubende Berglandschaft. Die Nacht verbrachten wir dass letzte mal im Zelt. Wir machten nochmals ein schoenes Feuer und tranken unseren letzten Wodka. Noch ein Wort zu unserer Crew. Ein Team wie aus einem Guss! Alle verstanden sich gut und halfen wenn immer es noetig war einander. Eine wahre Freude.
Charles und Charles die beiden Franzosen waren wirklich zwei sehr aufgestellte und mit einem wahren und auch z.t. etwas makaberen franzoesischen Humor ausgestattet. Und natuerlich waren sie sehr charmant, also ab und zu musste ich schon beide Augen auf Astrid werfen damit da nichts.........: ) Sie sind uns auf jeden Fall sehr ans Herz gewachsen und wir vermissen sie schon ein wenig.. Merci Charles the G und Superman wie sie sich selber immer genannt haben.
Die Zeit in der mongolischen Wildniss neigte sich langsam aber sicher dem Ende zu. Am Vorletzten Tag erreichten wir die lang herbei gesehnten "Hotsprings". Wow das war eine richtige Wohltat nach all den Strapazen (alles freiwillig, selber schuld : ) )
Am Abend gab es ein letztes Jazy mit natuerlich immer dem selben gewinner- nein also wirklich mir ist das Lachen jetzt langsam aber sicher vergangen, Bexee Bexee und nochmals Bexee.... morgen fahre ich!
Als Abschluss gab es fuer einige von uns noch ein richtiges Highlight! Das Przewalski Wildpferd. Charles hatte frueher immer mit seinem Vater das Spiel "Wildlife" gespielt. In diesem Spiel war das Przewalski Wildpferd mit den maximum an Punkten ausgestattet und wirkte schon damals eine unglaubliche Anziehungskraft auf Charles the G aus. Als wir dann tatsaechlich die Pferde zu Gesicht bekamen gab es kein Halten mehr fuer G. Er schoss wild und gnadenlos mit seiner 8mm .........Kamera unaufhoerlich Bild um Bild.
Ein wirklich beruehrender Moment, einige der uebrig gebliebenen Widpferde in freier Natur zu beobachten.
Dann war es so weit, die Heimreise nach Ulan Bator anzutreten. Als wir nach so langer Zeit, die im Verhaeltniss zum Nichts, riesige Statd wieder erblickten, war es schon sehr sehr speziell. Die vielen Menschen, die vielen Autos einfach alles war etwas zu viel. Nanu, wir moechten uns nicht beklagen, nach nun ein paar Tagen hier in der Stadt hat man sich auch schnell wieder daran gewoehnt. Wir geniessen es auch hier und vergessen manchmal schon fast, dass wir in einem riesigen Land sind, welches aber nur gerade 3 Mio. Einwohner hat. Und dass wir mit den meisten von denen gerade Einkaufen, essen, und plaudern. Rundherum befindet sich jedoch endlose Weite, Steppe und Wueste. Wir haben uns oft verloren in den Weiten, getraeumt, gesungen und getanzt- ja die Weite ist ein Raum indem es keine Grenzen gibt, da ist keine Mauer wo man womoeglich dagegen stoesst- einfach Weite- Zeit um loszulassen, sich treiben lassen und fuer einmal keine neuen Ufer endecken zu muessen.
Ganz liebe Gruesse Simon und Astrid
Fr
27
Mai
2011
Erste Etappe 10.5.-16.5
Hier sind wir wieder, uebergluecklich und voller tollen Eindruecke und Erlebnissen, zurueck in Ulan Bator.
Begonnen hat alles vor 17 Tagen hier im Golden Gobi Guesthouse. Wir starteten am Morgen und zwar mit: Beche unserem Fahrer, Odko userem Guide, Munguu unserer learing Guide Women, den beiden Franzosen Charles und Charles und natuerlich wir beide.
Erstes Ziel an diesem Morgen war der Aussichtspunkt ueber Ulan Bator, unglaublich wie gross diese Stadt ist. Ueberall auch Gers (Jurten) vorallem am Stadtrand bilden sich grosse Gerviertel. Zweites Ziel war die Groesste Chinggis Khan Statue und die ist wirklich sehr gross. Wir waren nicht drin, doch im Bauch des Pferdes, auf welchem Chinggis sitzt, ist ein Theater und man kann auf dem Hals des Pferdes hinaus gehen und die Aussicht geniessen.
Weiter gings fuer uns in den Terels Nationalpark wo wir unteranderem einen grossen Felsen sehen konnten, der einer Schildkroete aehnlich sah. Dann machten wir uns auf dem Weg zu einer Kasachen Familie, bei der wir uebermachten konnten. Die Kasachfamilys leben nur in diesem Teil der Mongolei und sie unterscheiden sich von den Mongolischen Familien. Sie sind Muslimisch, ihre Gers d.h. die Holzkonstruktion innendrin, ist nicht so stark bemalt wie die der Mongolen, doch die Tuecher an den Waenden und auf dem Bett sind sehr farbig. Manche von ihnen halten noch Raubvoegel zur Jagd.
Wir wurden sehr herzlich empfangen mit einem Salzingen Milchtee, der ueberall in der Mongolei angeboten wird. Man muss sich etwas daran gewoehnen doch wenn man ihn immer wieder trinkt, schmeckt er mit der Zeit doch ganz gut.
In unserer ersten Nacht herrschte draussen ein grosser Schneesturm und am naechsten Morgen schien es fuer uns unmoeglich los zu fahren. Wir beschlossen noch eine Nacht zu bleiben. Doch am Nachmittag erfuhr unser Guide Odko, dass noch ein viel groessere Schneesturn in der Nacht kommen wuerde und wir dann erst recht feststecken wuerden. Da es durch den Tag nicht mehr geschneit hat und die Sonne und der Wind den Schnee etwas beseitigt hat war es nicht mehr ganz so kritisch, aber das Risiko irgendwo im Nirgendwo stecken zu belibe blieb natuerlich. Das Andere war, dass es bereits schon vier Uhr am Nachmittag war und wir eine sieben Stuendige Fahrt vor uns hatten. Doch wie sich spaeter herausstellen wuerde, lohnte sich der Aufbruch, denn wir erlebten einen unserer schoensten Sonnenuntergaenge. Wir hatten noch nie solch kraeftigen Farben gesehen.
Als wir kurz vor Mitternacht die Familie erreichten bei der wir uebernachten sollten (die wussten nicht das wir kommen), hatten sie schon Gaeste und wir keinen Platz mehr. Wir fuhren also weiter auf der Suche nach einer anderen Familie die uns bei ihnen im Ger uebernachten liess und fanden auch eine.
Am naechsten Tag hatten wir eine sehr lange Fahrt vor uns, unser Ziel waren die "Weissen Klippen". Am Mittag machten wir halt in der Stadt von mittel Gobi. Dort lebte die kleine Tochter von Munguu (learning Guide) mit den Grosseltern. Munguu hatte ihre Tochter schon einen Monat nicht mehr gesehen und das Wiedersehen war wunderbar.
Gerade vor Sonnenuntergang erreichten wir dann die "Weissen Klippen". Es war gigantisch dort oben zu stehen und diese Klippen zu betrachten. Wirklich ein imposantes Erlebnis diese Klippen mitten im Nirgendwo in der Steppe. Es ist ueberhaupt sehr eindruecklich Stundenlang durch die Weite der Steppen zu fahren, vielleicht mal ein Ger zu sehen oder eine Herde Kamele oder Ziegen. Die Nacht verbrachten wir wieder im Ger einer Familie mit viel Kamelen und Ziegen. Es ist so suess, zu diese Jahreszeit hat es so viele Tierbabys, die kleinen Kamele und spaeter sahen wir Pferdeherden mit vielen Fohlen. Die Ziegenbabys waren fuer mich (Astrid) das groesste, da ich sie auf den Arm nehmen und mit ihnen knuddeln konnte.
Am vierten Tag ergab sich fuer uns die Gelegenheit unsere Haare zu Waschen. Wir verbrachten den Mittag an eine wunderschoenen Ort mit ein paar schattenspendenden Gobibaeumen. Ich endeckte in der naehe ein Wasserloch und ergriff die Chance. Das Grundwasser war eiskalt doch mein Beduerfniss die Haare zu waschen war groesser und das Gefuehl nachher echt super!
Am Abend erreichten wir dann die "Roten Klippen" wo man frueher Dinosaurierknochen und Dinoeier fand und ausgrub. Manche sind in Ulan Bator im Naturmuseum zu sehen.
Diese Nacht schliefen wir zum ertsen mal in einem Gastger einer Familie. Es ist schon ganz anders, nicht so kuschelig und heimelig wie in den Gers der Familien.
Am funften Tag machten wir uns auf Richtung "Ice Canyon". Wir erreichten das Tal am Abend und schlugen zum ersten mal unsere Zelte auf. Waehrend unsere Guides zum ersten mal "Dumplin" oder "Buuz" (mongolisches Nationatgericht) welches gefuehlte Teigtaschen sind (eigentlich mit Fleisch aber wir machten es mit Gemuese) kochten, gingen wir das sehr rare Holz sammeln. Als wir zurueck kamen entdeckte Simon die erste Zecke und es folgten noch sehr viele welche wir von unseren Kleider pflueckten. Die Zecken hier sind etwa dreimal so gross wie bei uns, echt gruselig! Doch wir verbrachten trotz Zeckeninfasion einen sehr schoenen und vorallen lustigen Abend am Feuer. Den Wodka, den wir mitgebracht haben, konnten wir nun sehr gut gebrauchen um uns fuer die Nacht aufzuwaermen, denn es wurde sehr Kalt.
Am naechsten Tag starteten wir unsere Wanderung durch den "Ice Canyon" welches eine Art Gletscher ist auf dem wir gingen. Wir mussten sehr vorstichtig sein, da das Eis an gewissen Stellen schon sehr duenn war. Es war eine sehr schoene Wanderung doch wir waren auch sehr gluecklich als wir etwas nach dem Mittag, auf der anderen Seite des Tals, Beche unseren Fahren wieder traffen, der mit einem super Essen auf uns wartete. Am Abend erreichten wir eine Familie nahe der grossen Sandduenen, wo wir in einem Gastger uebernachten konnten. Am naechsten Tag machten wir einen Kamelausritt zu den Sandduenen. Es war sehr amuesant auf den Kamelen, sie gingen sehr langsam uns liessen sich durch unser "tschu tschu" fuer schneller, auch nicht aus der Ruhe bringen. Nach eineinhalb Stunden taten unsere Aerscher schon ziemlich weh, doch nach drei Stunden erst recht. Auf dem Rueckweg kamen wir kurz vor dem Ziel in einen Sandsturm, es ist sehr imposant, denn wo man vorher die Gers noch gesehen hat, sieht man ploetzlich nichts mehr. Wir kamen aber doch noch heil an, den Nachmittag verbrachten wir aber im Ger, da der Sturm nicht mehr enden wollte.
Das waren unsere Eindruecke der ersten Woche. Die zweite folgt bald.
Liebe Gruesse Astrid und Simon
Mo
09
Mai
2011
Wir verbrachten noch einen Nachmittag und die Nacht in Irkutsk. Uebernachten konnten wir bei einer sehr netten Frau die direkt im Zentrum wohnte. Es war eine Privatunterkunft die aber noch vom Reisebuero organisiert wurde.
Irkutsk ist eine der groessten Staedte in Sibirien und dies war sofort erkennbar. Die Strassen waren vollgestopft mit Autos, viele alte richtig stinkende Busse waren unterwegs und auch Strassentrams die richtig huepsch aussahen. Lustig war auch, dass die meisten Autos das Steuerrad auf der anderen Seite hatten obwohl sie ganz normal Rechtsverkehr haben. Dies weil die japanischen Autos anscheinend um einiges guenstiger sind und jedes mal wenn die Regierung es verbieten will, die Autos direkt von dort zu kaufen gibt es riesige Proteste. Ist doch ein gutes Beispiel, dass Moskau nicht alles und strikt durchsetzen kann.
Das Zentrum gleicht einer westlichen Stadt absolut und auch die Menschen sind hier sehr westlich orientiert. Bei Moskau ok, aber eine Stadt mitten in Sibirien, das hat uns schon eher erstaunt. Wir hatten auf jeden Fall noch eine gute Zeit Irkutsk und fuehlten uns sehr wohl, war es wegen dem westlichen Flair? ich weiss es nicht so genau.
Am naechstenTag ging es Fruehmorgens von Irkutsk nach Ulan-Bator weiter. Wir hatten wieder riesen Glueck mit unseren Abteilmitbewohner, es waren zwei sehr witzige Hollaender. Am Anfang ging unsere Fahrt etwas in die Berge und wir sahen nochmals sehr viel Schnee. Dann ploetzlich erschien der Baikalsee weit unten. Er sah in der Morgendaemmerung wunderschoen aus. Der Zug verlor wieder an Hoehe und schon bald fuhr er dem Ufer des Baikalsees entlang. Auf dieser Seite des Sees war noch sehr viel gefrohren und es bot sich uns eine riesen Eisflaeche zur Schau. Franz einer der Hollaender suchte fieberhaft nach Robben aber leider konnten wir keine mehr erspaehen. Fuer Franz der auch Schreiner ist, ist diese Fahrt naehmlich eine ganz Spezielle, wie er uns berrichtete. Als jugendlicher lass er das Buch "Der Brief fuer den Kaiser" und dieser Brief machte zu Pferd auch diese Route von Moskau ueber Irkutsk nach Ulan-Bator. Seit diesem Moment war es ein Traum von Franz diese Strecke auch einmal zurueck zu legen. Und nun vierzig Jahre spaeter und schon Grossvater, erfuellt sich Franz mit einem Freund zusammen diesen Traum. Irgendwie Beruehrend....
An der Grenze zu Mongolien mussten wir einige Zeit warten. Am Ende waren es genau sechs Stunden, noch nie haben wir so lang gewartet um in ein neues Land zu gelangen. Aber es ist ja nicht irgend ein Land , nein- es ist Mongolia! Und mit den zwei Hollaender verging die Zeit auch wie im Fluge. Wir mussten ueber einiges was an diesem Grenzuebergang vor sich ging schmunzeln. Z.B immer wenn sie eine Aktion ausfuehrten, sagen wir die Kabinen kontrolieren, salutierten die Grenzpersonen zuerst vor unserem Abteil sozusagen zur Begruessung. Es war echt zum schreien komisch und wir mussten uns beherrschen um nicht in lautes Lachen auszubrechen. Also nicht das dies falsch verstanden wird, die Menschen waren sehr freundlich laechelten sogar, es waren einfach die sehr speziellen Aktionen die uns zum lachen brachten. Und so verging die Zeit wirklich schnell.
Und am naechsten Morgen war es endlich so weit. Wir erblickten das erste Mal die Weiten der Mongolei, was soll ich sagen- also wirklich nicht leicht so eine Stille mit Worten zu beschallen. Die Ruhe die diese Landschaft ausstrahlte uebertrug sich augenblicklich auf unseren gesammten Zugwagon, es war wirklich sehr sehr still. Wir schauten und staunten........
Ja und dann kam eben Ulan-Bator und es war wieder Tohu-wabohu. Nach einer herzlichen Verabschiedung mit den Hollaendern machten wir uns auf den Weg zu unserem Guesthaus. Und hier sind wir nun im Golden Gobi. Eine super Unterkunft fuer nur 6 Dollar die Nacht mit Fruehstueck. Es ist ein Familienunternehmen, dass von den Kindern und ihrer Mutter gefuehrt wird. Wir wurden sehr herzlich empfangen und fuehlten uns gleich sehr wohl, als waeren wir bei ihnen Zuhause, was wir ein Stueck weit auch sind. Denn die meisten von ihnen wohnen auch hier.
Und morgen geht es dann fuer uns los, in die Weite der Mongolei fuer ganze 16 Tage.
Wir haben eine gute Gruppe zusammen und einen Guide der uns begleitet, also werden wir sicher eine gute Zeit haben.
Der naechste Eintrag wird also erst danach wieder folgen. Bis dahin eine gute Zeit. Liebe Gruesse Simon und Astrid
So
08
Mai
2011
Listwjanka 4.5.-7.5.
So da sind wir wieder. Nun sitzen wir gerade im supertolle Guesthous Golden Gobi in Ulan Bator.
Doch zuerst zu unserem, wie ihr schon verrnommen habt, kalten Aufenthalt in Listwjanka am Baikalsee.
Auf der Fahrt zum See besuchten wir ein Freilichtmuseum, wo es alte Haeuser aus den verschiedenen Regionen Sibiriens und die alte Lebensart der Menschen zu sehen gab. Eine Art Ballenberg in Sibirien. Es war sehr Interessant und wir erfuhren einiges ueber alte Braeuche und Sitten. Z.B. dass man einem Gast immer Tee anbietet. Der Gast lehnt den Tee ab, auch beim zweiten anbieten des Tees lehnt der Gast ab, erst beim dritten Fragen, nimmt der Gast den Tee an. Dies ist in manchen Russen heute noch vorhanden. Wir merkten das im Zug, wenn wir etwas von unserem Essen anboten lehnten sie es ab, erst beim zweiten oder dritten auffordern sich zu bedienene, nahmen sie auch etwas davon.
Die Teekultur ist auch spannend. Hier in Russland trinken die meisten Schwarztee, Kaffee gibt es oft nur als Instantpulver. Speziell ist auch, dass sie nicht Teebeutel verwenden sondern Konzentrat. Sie bereiten in einem Krug sehr starken Schwarztee zu, von dem schenkt man sich dann einwenig in die Tasse und fuehlt es mit heissem Wasser auf. Dazu nimmt man Zucker, Milch oder Zitrone. Heisses Wasser ist in jedem Haus in Samowars vorhanden, so kann man jederzeit Tee trinken oder offerieren.
Als wir also in unserer Pension in Listwyanka ankamen, bekamen wir auch erst mal einen heissen Tee offeriert.
Danach erkundeten wir das kleine Doerfchen am See. Wir besuchten den Fischmarkt und spazierten dem See entlang. Von Irkutsk her kommt eine Strasse nach Listwjanka, die dort endet, sie fuehrt am See entlang. Das Dorf erstreckt sich dieser Strasse entlang wo sich auch das Meiste befindet. Viel gibt es nicht, ein paar Kaffee\Restaurants, eine Post, eine Baeckerei mit super Kaffee, ein Baikalmuseum, eine Kirche und noch ein kleines Kunstmuseum, welches wir aber nicht besuchten.
Neben den vielen kleinen farbigen Haeuschen, welche typisch sind fuer Sibirien, gabes auch viele Baustellen wo neue grosse Haeuser und Hotels hinkommen sollten. Einige gibt es schon, denn Listwyanka ist auch bei den Russen ein sehr begehrter Ferienort.
Das High light war, als wir auf einem Spaziergang dem See entlang, zwei Robben draussen im See erkannten. Wir sahen "nur" ihre Koepfe aber fuer uns war es genial diese Tiere in der freien Natur sehen zu koennen. Im Museum ueber den Baikalsee sahen wir neben den Fischen, welche es im See gibt, auch zwei Robben in einem kleinen Aquarium. Fuer mich war es herzzereissend sie so sehen zu muessen in einem kargen, sehr kleinen Becken.
In Listwjanka wird noch viel gefischt, grosse Fischerboote liegen am kleine Hafen und der Fisch ist sehr koestlich. Auf dem Markt kann man ihn getocknet, gereuchert oder Frisch kaufen.
Unsere Pension lag etwas obderhalb des Dorfes und wir hatten super Sicht auf den See. Vorallem am letzten Tag war es gigantisch, da wir Sonnenschein und blauen Himmel hatten. Mann konnte die Schneeberge auf der anderen Seite des Sees sehen.
Schade nur, dass wir an diesem tollen Tag wieder Abreisten, doch gesehen hatten wir es und es war auch gut wieder weiter zu ziehen.
Also bis zum naechsten mal. Alles Liebe Astrid und Simon
Mi
04
Mai
2011
Ja Simon war etwas gestresst, da er immer noch am Internet war als wir schon wieder gehen mussten und ich im etwas dampf unter dem popo machte.
Aber nun zurueck zu der Transsib. Also stark besoffene Russen haben wir bzw. Simon nur einmal angetroffen im Zug (dazu spaeter), ansonsten war es sehr ruhig. Ab und zu kamen verkaeufer vorbei, die schmuck, Zeitung, oder Kleidung anboten.
Wir hatten echt Glueck mit Nina in unserem Abteil, es war sehr angenehm. Vorallem aber war es lustig, sie sprach kein Deutsch oder Englisch, wie die Anderen zwei, die wir noch kennen lernten im Abteil, auch nicht. Wir hatten aber unser kleines Buechlein fuer Russisch dabei und mit Hilfe der Haende und Fuesse und mit verschiedenen Lauten( Wiehern, Muhen oder Schnarchen) konnten wir uns doch sehr gut verstaendigen.
Wenn wir uns gerade nicht abmuehten etwas zu erzaehle oder zu verstehen, lasen, schliefen, assen wir oder schautern natuerlich zum Fenster hinaus. Viel veraenderte sich dort draussen zwar nicht. Birkenwaelder um Birkenwaelder, Steppe, Sumpf und kleine Haeuschen mit Garten.
Am dritten Tag wurde es etwas huegliger, das machte es gerade spannender zum wieder hinaus schauen.
An den Bahnhoefen hatten wir meistens etwas Zeit zum aussteigen. Dort verkauften Babuschkas (Grosmuetter) vom gedoerten Fisch ueber Brot bis Wodka alles was man brauchte zum ueberleben. Wir mussten aber nicht oft auf dieses Angebot zurueck greiffen, da wir genug Instantsuppen und Brot, wie auch etwas Gemuese und Fruechte dabei hatten.
Nun zu der Geschichte mit Simon und den besoffenen Russen. An einem Stopp machte Simon auf dem Peron einen Handstand, welchen ein Russe sah und klatschte. Der lud Simon dann zu sich ins Abteil auf einen Wodka ein. Als Simon nicht gerade erschien, kam Alex (der Russe) Simon abholen. Ab dann weis ich nichts mehr, nur das Simon nach einer Stunde, sturz betrunken zurueck kam...... Nein natuerlich nicht, Simon ist ja etwas vernuenftig geworden in letzter Zeit: ) Was dort im Abteil geschah muss Simon euch selber erzaehlen: Da ich nicht so sicher war was sie mir alles andrehen wollten, nahm ich zur Sicherheit meinen Appenzeller mit. Von dem hatten wir in einem Flachmann noch ein paar Schluecke mit dabei. Als ich dort ankam in etwa drei Wagons weiter vorne im Zug war die Stimmung dort schon ziemlich angeheitert. Es waren zwei, der eine (Alex) konnte noch so halb sprechen, der andere (Andre) war so weit das er nicht mehr viel von sich geben konnte. Ja nu dachte ich und ergab mich meinem Schicksal. Sie wollten mir natuerlich ihren Wodka andrehen und ich musste mich schon ziemlich heftig wehren um nicht mit Wodka zugeschuettet zu werden. Zum Glueck hatte ich meinen Appenzeller dabei, den sie gerade so akzeptierten. So versuchten wir ein paar Worte zu wechseln aber ganz ehrlich viel kam dabei nicht heraus, die zwei waren einfach etwas zu betrunken. Nach einer guten halben Stunde nahm ich dann von Alex und Andre Abschied und erstaunlicher Weise liesen sie mich ohne grosses hin und her gehen. Irgendwie war ich froh wieder draussen zu sein obwohl die zwei es gut mit mir gemeint haben.
Das zu Simon und seiner Russen bekanntschaft.
In unserem Abteil lernten wir auch zwei nicht besoffene Russen kennen. Der erste war ein verheirateter Militaertyp, der ganz sypathisch war.
Der zweite stieg am letzten Tag dazu und fuhr auch bis Irkutsk. Ihm und Nina brachten wir das 'Uno' bei und verbrachten so einen sehr Lustigen Abend zusammen. Mitten In der Nacht (Moskauer Zeit, nach der wir immer noch lebten) kamen wir in Irkutsk an, es war sechs in der Frueh. Der Russe, der mit uns Austieg bestand darauf, dass er uns zum Hotel brachte, wo wir uns mit unserem Fahrer Treffen wuerden, der uns nach Listwjanka bringen wuerde.
Da sind wir nun, definitiv im Winter angelangt und froh um jedes Kleidungsstueck das wir mit genommen haben. Wir haben ja eigentlich schon im Moskau Kaelte erwartet, dort war es aber 20 Grad. Hier am Baikalsee hat es gerade heute Nacht nochmal geschneit und es ist nun wirklich sau kalt. Wir geniessen es trotzdem sehr hier die Fuesse zu vertreten, nach dieser langen Zugfahrt. Der Baikalsee ist gigantisch!
Aber dazu spaeter.
Also bis dann Liebe Gruesse Astrid und Simon
Di
03
Mai
2011
Transsibirische Eisenbahn 29.4.-3.5.11
Nach kuzer Unterbrechung, sind wir wieder hier. Also den Zug haben wir gut erwischt das klappte also wirklich toll. Aber dazu spaeter- nein jetzt, es ist so spannend, was ist alles passiert- nein spaeter die Leute wollen doch wissen was alles in Moskau geschehen ist! "Ach das ist doch langweilig"- jetzt Schluss mit dem hin und her Moskau zuerst. :(
Also unser Hostel das "Gozzilas" war einfach super! Eine sehr zentrale Lage, gute Dusche , Kueche zum kochen und essen, Waschmaschine und echt ein guter Preis. Aber was erzaehl ich da, ihr wollt natuerlich wissen wie Moskau wirklich ist, stimmts? Ok unsere ersten Schritte die Tuer ging auf und wir waren da draussen in einer riesigen Stadt ganz alleine - nein natuerlich nicht ganz alleine da war sofort Begleitschutz von der ersten Minute an bis sie uns dann ohne Geld wieder laufen liessen, direkt vor der Haustuer-zack und alles ist weg ein echt abgedrehtes Gefuehl! Stopp stopp so geht das natuerlich nicht Simon, Schauermaechen ueber Moskau verbreiten also schaem dich wirklich.
Vom Hostel aus konnten wir super zu Fuss zum Zetrum gehen, das heisst zum roten Platz und zum Kremel- Lenin war natuerlich auch da. Dieser Platz der ist wirklich gigantisch gross, also da haben schon ein paar Menschen darauf platz. Die Basilius- Kathedrale ist eine wunderschoene Kirche man kommt sich vor wie im Maerchen wenn man davor steht.
Wir hatten zwei Tage zeit und wir haben wahrscheinlich nicht sehr viel gesehen, doch das wichtigste haben wir uns schon angeschaut. Wir fuehlten uns auch sehr gut und wir konnten uns sehr gut und frei bewegen. Moskau ist eine absolute Weltstadt wo auch der Westen schon lange Einzug gemacht hat. Und fast mehr als das ein Zetrum des Reichtums wahrscheinlich geballter als irgendwo sonst. Die Autos also mindestens der ganze Autosalon von Genf ist hier vertreten und das wahrscheinlich hoch 10.
Noch ein Wort zu der Metro. Also uns wurde wirklich halb schwindlig, millionen von Menschen benuetzen jeden Tag dieses Netz und wir gingen wirklich fast verloren in dieser Menschenmenge. Es sind in etwa drei Netze die uebereinanderliegen und an jeder Station so viele Kreuzungen und alles auf russisch. Wenn man ganz unten war hatte man ohne Witz geschlagene 10 Minuten bis man ueberhaupt wieder Tageslicht sah. Also wir sind dann das meiste zu Fuss gegangen war irgendwie schoener.
So nun aber zur Transsiebirischen Eisenbahn. Wir waren schon etwas nervoes vor dem Start wir geben das ganz offen zu : )
Der Zug fuhr ein. Wir hatten Wagennummer Nummer 1, also mussten wir ganz nach vorne gehen. Da angekommen stiegen wir ein in den viel umschriebenen Zug uuuuuuu. Es war eine niedrige Zugnummer was soviel heisst, dass der Zug ziemlich modern war. In unserem Abteil sass schon eine Frau. Sie hiess Nina und kam aus Ulan-Ude. Wir wuerden also die ganze Fahrt zusammen verbringen bevor wir dann in Irkutsk austeigen wuerden. Der Zug fuellte sich langsam und alsbald fuhr der Zug ab. Er fuhr einfach los wie ein ganz normaler Zug eben. Wo waren jetzt die Russen mit denen man Stunden lang Wodka drinken muss? Wo war der Radau, die Schmuggler und die Haendler -ja das erzaehl ich euch das naechste mal, wir muessen eben wieder los- ach ich bin irgend wie gestresst : )
Fr
29
Apr
2011
Moskau von 28.4.11-29.4.11
Die Fahrt von Budapest nach Moskau verlief groessten Teils gut. Wir wechselten schon an der ukrainischen Grenze unser Fahrgestell. Denn die Schienenbreite ist in Russland breiter wie im restlichen Europa. Warum? Weil frueher ein Zar die Idee hatte, die Schienen breiter zu gestallten, damit der Feind nicht einfach so per Eisenbahn einmarschieren kann. Der ganze Spuck mit dem Wechseln dauerte etwa 2 Std. natuerlich mitten in der Nacht. Wir fuhren groessten teils durch die Ukraine, hier war der Fruehling erst noch ganz zaghaft zu sehen. Wir sahen vorallem viel Landwirtschaft und viele kleine Doerfer. Es waren einfache Haeuser die alle ein Wellblechdach hatten. Interessant war, dass ziemlich viel Abfall auf Gruenflaechen oder in Waeldern lag. Das heisst es ist zuminderst fuer die Landbevoelkerung ein echtes Problem, wo sie mit ihrem Abfall hin sollen. Ich dachte das sei nur in Indien oder weiter weg so, doch ist dieses Problem anscheinend viel Naeher als man denkt. Am Zoll verlief alles reibungslos vorallem die Russen waren sehr freundlich und kontrollierten uns ueberhaupt nicht, wir waren echt erstaunt. Dann der grosse Moment, die Einfahrt in Moskau -irgendwie war es so unwirklich aber nein es stimmte vor uns lag nun also Moskau.
Wir wurden sogar vom Bahnhof abgeholt, ein Service der sich als sehr vorteilhaft herausstellte. Denn das U-Bahnnetz wie wir spaeter sahen war unglaublich gross und wirklich nicht gerade einfach zu verstehen.
Kurzer Unterbruch- ooh ich erfahre gerade das unser Zug nach Irkutsk als die Transsiebirische Eisenbahn in wenigen Minuten abfaehrt, also alles weitere spaeter dann. Liebe Gruesse Simon und Astrid
Di
26
Apr
2011
Budapest 22.4-26.4.11
In Budapest angekommen empfing uns Napsi unsere super Couchsuferin. Wir durften die Tage bei ihr und ihrer Familie etwas ausserhalb von Budapest Wohnen. Wir fuehlten uns sehr willkommen.
Am Mittwoch stiegen wir als erstes auf den Aussichtspunk auf der Seite Buda und sahen ueber die Stadt. Es ist wunderbar dort Oben zu stehen und den Ueberblick ueber die ganze Stadt zu haben. In die beruehmte Vazistreet sind wir natuerlich auch gegangen und am Ende dieser Touristenstrasse kamen wir zur grosse Markthalle. Es ist unglaublich wie viel Fleisch man dort kaufen kann. Aber nebst dem Fleisch und Fisch gab es natuerlich auch Gemuese und Fruechte zu Kaufen.
Nach einer weiteren Metro fahrt, die Rolltreppen in den Metrostationen fahren sehr schnell, kamen wir an einen Platz der uns sehr gefiel. Eine Wiese mitten in der Stadt auf der junge Menschen sassen, jembe spielten, es genossen. Nebenan einen Flohmarkt fuer Kleider und viele Tische wo man gemuetlich ein Bier oder Kaffee trinken konnte. Es wurden Blumen in Tőpfe gepflanz und zur Dekoration an der Seite dieses Platzes aufgestellt. Fuer Kinder gab es einen Ort wo sie malen konnten. Die Stimmung passte und wir genossen es sehr.
Einmal gegen Abend, als wir eigentlich schon richtung Nachause waren, kamen wir an der Oper vorbei und schauten uns die Eingangshalle an. Da kamen zwei Damen und fragten uns, ob wir zwei Tickets fuer die Oper wollen, sie haetten sich zwei teurere gekauft und wuerden uns die billigeren schenken. So hatten wir also die gelegenheit die Oper von innen zu sehen und ueberhaupt mal in die Oper zu gehen. Es war imposant aber in der Pause gingen wir dann, da die Sicht auf die Buehne sehr beschraenkt war und wir die Oper ja nun gesehen hatten:-)
An einem Nachmittag waren wir im Zirkus, wie auch schon in Wien. Es war ein sehr spezieller Zirkus, die haelfte der Mage war ein Wasserbecken und die ganze Show war eine Nase angelegenheit. Doch wir genossen es diese andere Art von Zirkus zu erleben.
Neben dem Schloss, den vielen schoenen, prunkvollen Haeusern, Plaetzen, Statuen, welche wir in der Schweiz weniger kennen, gab es auch schoene Parks und gruene Flecken wo man sehr schoen spazieren und entspannen konnte, was wir zwischen durch sehr schaetzten.
Eine kleine, lustige Geschichte noch, die zeigt wie klein Budapest auch sein kann: Im Zug von Wien nach Budapest fragten uns zwei Maenner ob wir von ihnen ein Foto machen kőnnten, was wir taten. Einen Tag spaeter fuhren wir mit der Rolltreppe in die Tiefe der Metrostation und vor uns zwei Maenner. Sie drehten sich um und es waren dieselben zwei aus dem Zug. Wir mussten alle lachen. Zwei Tage spaeter stiegen wir in die Metro ein und wer stand dort? die zwei maenner. Es stellte sich heraus, dass sie von Moskau kamen und wir erzaehlten ihnen das wir bald nach Moskau gingen um dort mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Irkutsk zu fahren. Wer weis vielleicht treffen wir sie ja heute im Zug nach Moskau wieder:-)
Wir werden es euch erzaehlen wenn es so war, doch wann das sein wird wissen wir noch nicht. Vielleicht naechste Woche oder auch erst spaeter.
Also bis zum naechsten mal, fuer uns gilt es nun wieder die Wintersachen anzuziehen.
Liebe Gruesse aus Budapest Simon und Astrid
Do
21
Apr
2011
Wien 19.4.-22.4.11
Herzlich wurden wir hier empfangen von der Familie Seirafi, bei denen wir diese Tage wohnen durften. Patrick und Manuel haben uns viel von der Stadt gezeigt. Wien ist echt gross! Wir sind beide ziemlich überweltigt. Zu dem, dass wir von unseren super Stadtführern viele insiderecken und sehenswürdigkeiten gezeigt bekommen haben, sind wir natürlich auch die klassischen high lights von Wien besichtigen gegangen. Das Hundertwasser Haus und das Kunsthaus haben uns sehr beeindruck. Das Schloss Schönbrunn haben wir natürlich auch gesehen, auch wenn nur von aussen aber der Park und die Aussicht von oben waren wunderbar.
Das Beste am Abend war der Prater (Vergnügungspark in Wien) wo uns beiden zum ersten mal schlecht wurde auf einer Bahn. Die Bahn wollte einfach nicht mehr aufhören zu drehen. Aber unsere Mägen erholten sich bald:-)
Mit Manuel und Patrick und ihren Freundinnen sind wir dann auch noch an unserem letzten Nachmittag etwas aufs Land gefahren und genossen die Sonne am Neusiedlersee im Burgenland.
Wir wollen uns ganz herzlich bei der Familie Seirafi bedanken für die unglauchliche Gastfreundschaft und die Zeit die sie sich genommen haben um uns ein paar schöne, unvergessliche Tage in Wien zu ermöglichen. Danke Ebi, Lena, Andre, Manuel und Patrick.
Morgen gehts weiter nach Budapest.
Hallo ihr Liebe
Was für ein Fest das war! Wir sind sehr glücklich auf unsere Reise gestartet, dank euch die echt eine tolle Stimmung über die zwei Tage verbreitet haben. Danke!
Liebe Freunde
Am 16. und 17. April gibt es auf dem Hof in Nennigkofen ein Frühlingsfest.
Es sind alle herzlich eingeladen zu kommen und mit uns, vor unserer Abreise am 18.4. 2011, noch etwas zu Feiern.
Zeit zum Plaudern, Musizieren, Jonglieren, sich kennen lernen, Essen, Spielen, am Feuer sitzen und es einfach zu geniessen!
Übernachten ist möglich im "Schlaf im Stroh", in der Jurte oder im Haus.
Wir freuen uns über jeden der kommt und mit uns noch etwas Zeit verbringt.
Bis Bald Simon und Astrid